„Die drohende Massenentlassung von Air Berlin-Beschäftigten kann und muss verhindert werden. Die Finanzierung einer Transfergesellschaft ist das mindeste, was man vom Bund, den beteiligten Ländern und der Lufthansa erwarten kann. Wer zum Schnäppchenpreis Slots und Flugzeuge von Air Berlin erwirbt, muss auch soziale Verantwortung für die Beschäftigten übernehmen und ihnen einen fairen Betriebsübergang ermöglichen, statt auf gnadenlose Erpressung zu setzen“, kommentiert Sahra Wagenknecht die aktuellen Verhandlungen über eine Transfergesellschaft für die Beschäftigten von Air Berlin. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Der Umgang mit den Beschäftigten von Air Berlin ist ein einziger Skandal. Während der Chef von Air Berlin bis zum Jahr 2021 noch 4,5 Millionen Euro einstreichen darf, sollen tausende Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit geschickt oder dazu genötigt werden, sich zu Dumpinglöhnen bei der Lufthansa-Tochter Eurowings zu bewerben. Goldene Fallschirme für die Chefs und Fußtritte für die Mitarbeiter – mit dieser unsozialen Praxis muss Schluss gemacht werden. Dabei reicht eine Transfergesellschaft für die von Entlassung bedrohten Beschäftigten bei weitem nicht aus. Nötig sind scharfe Gesetze gegen Lohndumping und Tarifflucht, ein Verbot von Massenentlassungen, eine Begrenzung von Managergehältern und eine vernünftige Regulierung des Flugverkehrs im Interesse der Allgemeinheit.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

25. Oktober 2017