Marokkanischer Staatsbürger darf ausgewiesen werden

Mit einem am heutigen Tag verkündeten Urteil hat das Verwaltungsgericht Köln die Klage eines marokkanischen Staatsbürgers gegen seine Ausweisung aus dem Bundesgebiet abgewiesen.

Der 1981 in Deutschland geborene und hier aufgewachsene Kläger hat Umgangskontakt mit seinem in Deutschland lebenden Kind. Seit 2001 ist er regelmäßig strafrechtlich in Erscheinung getreten. So wurde er unter anderem wegen unerlaubter Einfuhr bzw. unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge mehrfach zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die Stadt Bergheim als zuständige Ausländerbehörde wies den Kläger daraufhin aus dem Bundesgebiet aus und drohte ihm die Abschiebung nach Marokko an.

Die dagegen vom Kläger erhobene Klage hat das Verwaltungsgericht abgewiesen und zur Begründung ausgeführt, es bestehe die erhebliche Gefahr, dass der Kläger auch in Zukunft schwere Drogendelikte begehen werde. Das daraus resultierende öffentliche Ausweisungsinteresse wiege nach Würdigung aller Umstände des vorliegenden Einzelfalles schwerer als das Interesse des Klägers an einem weiteren Verbleib in Deutschland. Der Schutz der im Bundesgebiet lebenden Bevölkerung vor den gesundheitlichen Gefahren durch Drogenkonsum habe Vorrang vor dem Interesse des Klägers, seine familiären Bindungen vom Bundesgebiet aus zu pflegen.

Gegen das Urteil kann innerhalb eines Monats Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt werden, über den das Oberverwaltungsgericht in Münster entscheidet.

Az: 5 K 4893/15

Quelle: Presseservice des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen

Anmerkung Sozialticker … „Der 1981 in Deutschland geborene und hier aufgewachsene Kläger … “ – muss man sich da etwa Sorgen machen, dass man auch ausgewiesen wird – in welches Land legt man wohl noch fest – oder wie? Gerade vor 1980 geborene Personen müssten da nun aufhorchen und so Manche/r wird dann bestimmt auch zurück in die „DDR“ verbannt – nach der Wahl. 🙂

Ein Gedanke zu „Marokkanischer Staatsbürger darf ausgewiesen werden“

  1. “ – muss man sich da etwa Sorgen machen, dass man auch ausgewiesen wird – in welches Land legt man wohl noch fest – oder wie?…“

    wie heißt es doch treffend bei Brecht ?
    „Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.“

Kommentare sind geschlossen.