Aber noch besser sollte es bei den Frauen sein, die könnten sogar noch 25 Jahre länger ihren Buckel krumm machen, wenn es nach der Verniedlichung im Renten-Wortstamm ginge: FLEXIRENTE. Und so beschreibt man das tolle Schindern bis zum Umfallen, statt in der Sonne unter Palmen bruzelnd:

„Immer mehr Menschen schieben ihren Rentenbeginn hinaus. Der Effekt: mehr Geld im Portemonnaie und persönliche Zufriedenheit. Wer weiter beruflich aktiv bleibt, hält sich körperlich und geistig fit. Ältere Menschen wollen ihre Fitness unterstützen, soziale Kontakte pflegen, Erfahrungen weitergeben, mehr Geld zur Verfügung haben und Wertschätzung erfahren.“

Quelle: Bundesregierung

Merkt ihr auch schon, wie die willige Arbeitswut von innen sich so langsam zur persönlichen Zufriedenheit hoch schiebt? Moment, es geht doch noch weiter und gar besser:

„Die Gruppe der arbeitswilligen und -fähigen Rentner wird immer größer.“

Quelle: Bundesregierung

Warum? – egal, aber! und nun kommt es:

„Für Arbeitssuchende in der Grundsicherung besteht bisher unter bestimmten Umständen die Pflicht, vorzeitig Altersrente zu beantragen.“

Weiter:

„Ist eine dauerhafte Grundsicherung absehbar, braucht eine vorzeitige Altersrente künftig nicht mehr beantragt zu werden.“

Quelle: Bundesregierung

Und damit keiner zum verdienten Reichtum und Ansehen kommt, hat man da auch gleich die passende Keule geschwenkt:

„Die Teilrente soll eine anrechnungsfreie Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro jährlich enthalten. Darüber liegende Verdienste sollen zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet werden. Das gilt auch für Erwerbsminderungsrenten. Die bisherigen starren Teilrentenstufen und Verdienstgrenzen entfallen.“

Quelle: Bundesregierung

Sozialticker Fazit: Der auf Not bestimmte Grund wird dabei völlig ignoriert und so verbleibt uns nur der Spruch:

„Ist die Rheumasalbe fett – bleibt der Rentner nicht im Bett“ – auf gehtś, die arbeitslose Jugend schaut euch gerne zu!

5. Februar 2017