Manager-Abfindungen: Wer gackert, muss auch Eier legen
Zu den Plänen der SPD, die steuerliche Abzugsfähigkeit von Managergehältern zu begrenzen, und zum Widerstand der Union dagegen erklärt Fritz Kuhn, Fraktionsvorsitzender:
Es ist längst überfällig, dass der Steuerabzug von Manager-Abfindungen begrenzt wird. Doch die große Koalition ist schon wieder dabei, ein richtiges Vorhaben im parteipolitischen Kleinkrieg zu zerreden. SPD und Union geht es wieder einmal nicht um die Sache, sondern nur darum, den Koalitionspartner vorzuführen.
Die SPD weiß genau, dass die Union nicht zustimmen wird, wenn nicht nur Abfindungen, sondern auch Managergehälter steuerlich gedeckelt werden sollen. Es geht der SPD also offenbar mit ihrem Vorschlag nur um Symbolpolitik.
Genauso unverständlich sind die reflexhaften Abwehrreaktionen bei CDU und CSU. Immerhin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Debatte zur Begrenzung überhöhter Manager-Abfindungen vor nicht einmal fünf Monaten selbst angestoßen. Jetzt gilt: Wer gackert, muss auch Eier legen.
Wenn Merkel und Beck wirklich das soziale Gleichgewicht in unserem Land bewahren wollen, sollten sie sich zusammenraufen und den Steuerabzug bei Abfindungen begrenzen. Wir haben dazu bereits im Dezember im Bundestag einen Vorschlag vorgelegt.
Künftig sollten maximal Abfindungen bis zu einer Million Euro pro Person als Betriebsausgaben absetzbar sein. Darin müssen Übergangs- und Handgelder, Aktienoptionen oder Prämien einbezogen werden. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass die Allgemeinheit Manager-Abfindungen über die Steuererleichterungen mitfinanzieren muss.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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