Lustiges Wahlrecht gefordert


Das klingt zwar nun wie eine Fake-News-Meldung und selbst der Sozialticker musste sich die Augen reiben, aber wenn es nach dem Familienbund geht, sollte ein Wahlrecht ab Geburt gefordert werden. Man stelle sich dies bildlich im Kreißsaal vor, wo draußen schon die „Kreideverschlucker“ wie Hyänen lauern, um den neuen Erdenbürger – nicht erst ab Wahlrechtstermin mit hanebüchenen Märchen zu befeuern, sondern gleich nach Geburt diese politisch zu besabbeln. Und genau diese Kinder werden denen auch glauben. Immerhin ist dieses Phänomen in Bayern schon versuchsweise zu beobachten. Dort scheint man gar nicht zu wissen, dass es außerhalb der CSU auch noch andere überzeugendere Möglichkeiten gibt, seinem politischen Glauben zu folgen.

Aber auch die Kehrseite ist dort zu betrachten, selbst wenn diese Kinder sich bereits schon im Alter zwischen 30 – 65 Jahren befinden, merken sie nicht, dass die angebliche Nestwärme nicht mehr von Muttis Brust stammt, sondern von der Reibung herrührt, mit welcher Geschwindigkeit sie jahrelang über den Tisch gezogen worden sind. Und wenn sie dann noch feststellen müssen, dass genau diese „Geschichtenerzähler“ – nicht nur für das eigene Leid und Elend, sondern auch von Millionen Kindern verantwortlich zu machen sind, gehen diese trotzdem wieder zu ihren Peinigern und machen den Haken an die Position, welche man ihnen alternativlos eingerichtet hat.

Oh ja lieber Familienbund – Kinder sollten ab Geburt so Einiges wählen dürfen. Vielleicht dazu mal ein kleiner Gedanke, welche Wahlen man ihnen geben sollte, um nicht gleich auf der politischen Ebene in den Stimmenfang zu gehen:

– die Wahl der Geburt … möchte das Kind überhaupt auf die Welt und wenn ja,
– warum gerade bei diesen Eltern
– in welchem Geschlecht … sind ja 3 zur Auswahl, wenn man schon wählen darf
– in welchen Kindergarten … sollte es dann noch einen Bezahlbaren geben
– ob sie in Armut auf Straße oder in Einsamkeit bei Politikern wohnen möchten
– auf welche Schule es gehen soll und wenn ja, in welche Klasse
– ob sie ihr Menü bzw. Pausenbrot aus dem Abfalleimer, oder maßlos flambiert erhalten möchten
– Grund, Real, Gesamt oder Abitur oder gar gleich Berufsschule bzw.
– reicht es noch zum Pokemon jagen, oder nur noch zum Flaschen sammeln
– geht man aufs Arbeitsamt, Jobcenter oder doch nur sozialamtsbegleitende EEJ beim angeblich gemeinnützigen Madensystem
– welcher Freizeitgestaltung nachgehen, wenn schon 8-12 Stunden den wahllosen Kampf zum Überleben weg schluckt
– wie viele Zeit, Leih oder Werkverträge notwendig sind, um auf der Parkbank nicht zu erfrieren
– …
– und was sollte denn überhaupt gewählt werden, wo es doch nur noch eine Partei gibt?

ect.pp.

Oh nein, solch ein Wahlrecht kann im Abbild zu keinem Trend führen, denn schon allein im familiären Verbund – käme es wie beim „großen Rudel“ zu einer Hörigkeit im Unterwurf und in keinem Fall zum bereits feststehenden Wahlergebnis. Fernseh / Handyverbot / Stubenarrest als Vorgeschmack späterer Erzwingungshaft vs. Parteimobbing und Ausschluss – wären die kleinsten Folgen. Vielleicht mal diese Forderung am Abendtisch zu Hause testen und das Ergebnis unbedingt dem Sozialticker mitteilen. Vorstellend was passieren würde, wenn aus der Familie einer AFD, FDP oder SPD, CDU, CSU, GRÜNE … sich aussuchen würde – bis zum o.g. Ausschluss ist da alles möglich. Kinder sollten Kinder bleiben und dies solange, solange es gesetzliche Vormundschaften gibt. Erst wenn diese nicht mehr auf Kinder einwirken, ist die/deren Wahl zur Qual zu eröffnen, andernfalls macht es sie nur zu „Bittstellern und Speichelleckern“ – ab Tag 1 nach Geburt. Dem Sozialticker ist zwar bewusst, dass gerade „Bittsteller und Speichellecker“ später in Karriere gehen werden, aber solange Kinder diese Bildungspolitik ertragen müssen, wäre die „Machterteilung“ – eines „politischen Suizides“ gleichzusetzen.

Lassen wir also die Forderung nochmal raus:

„Kinder sind unsere Zukunft, aber an der Wahlurne kommen sie nicht vor. 13 Millionen Bundesbürger unter 18 Jahren sind vom Wahlrecht und damit vom wichtigsten Grundrecht ausgeschlossen. Hier klafft ein riesiges Demokratiedefizit! Grundrechte gelten von Geburt an und nicht erst ab der Volljährigkeit. Wir brauchen deshalb ein Wahlrecht von Geburt an, das treuhänderisch von den Eltern ausgeübt wird, bis die Kinder alt genug sind, selbst zu wählen. Gebt den Kindern eine Stimme – sie haben unser Vertrauen verdient“, fordert Heimann.

Quelle: Presse Deutscher Familienverband

Und zum Schluss möchten wir der Bitte nachkommen:

„Der DFV wird sich im Bundestagswahlkampf überparteilich und auf breiter Basis für das Wahlrecht ab Geburt einsetzen. Interessierte können sich an den DFV wenden. Engagieren Sie sich mit uns, dass es nicht noch einmal eine Bundestagswahl ohne die Stimmen der jüngsten Generation gibt“, so Verbandsgeschäftsführer.

Quelle: Presse Deutscher Familienverband

Fazit Sozialticker, der dem Wunsch gerne folgt: „Woher das Geschrei nach der Geburt kommt, die Frage ist ab dem heutigen Tag beantwortet worden, denn wenn „es“ schreit – kann es nur ein Protestant mal werden und evtl. später gegen den „Filz“ aufbegehren. Nur die Kinder, welche sich ohne Geschrei gleich an Muttis Brust begeben und am „System“ saugend sich wohlfühlen, werden o.g. Einheitsparteiwähler … na, und der Rest … Hartz V-XX.

Aber einen Satz finden wir besonders lobenswert: „Grundrechte gelten von Geburt an und nicht erst ab der Volljährigkeit“ … lieber Familienverband – bitte geht mit dem Satz mal zur „Meistersängerin“ und lasst euch von ihr die Unterschiede im Grundrecht erklären – sie ist dafür die richtige Ansprechpartnerin, wenn es um Grundrechte geht und Entscheidungsträgerin, welches Kind einen goldenen Löffel verliehen bekommt und welches Kind im Elend verrecken muss – ohne dass da auf eine Wahl vom Kinde Rücksicht genommen bzw. eine Bedeutung hat und auf Grundrechte geachtet wurde.“

6. Februar 2017

1 Kommentar

  1. Cool daran ist das die Eltern in Treuhand später verklagt werden könnten. Echt lustig 😆

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