Lohnerhöhungen und Einführung des Mindestlohns sorgen für Rentenerhöhung

„Die heutige Rentenerhöhung ist nicht der Großzügigkeit der Bundesregierung zu verdanken, sondern den tariflich durchgesetzten Lohnerhöhungen und der Einführung des Mindestlohns“, erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heute vom Bundeskabinett beschlossenen Erhöhung der Renten. Zimmermann weiter:

„Den 3,4 Millionen Seniorinnen und Senioren, die heute unter Altersarmut zu leiden haben, hilft die nun beschlossene Erhöhung wenig. Um Altersarmut wirksam zu bekämpfen, muss eine armutssichere Mindestrente eingeführt und das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent erhöht werden. Der Rentenwert Ost muss endlich an den Wert für Westdeutschland angepasst werden.

Die Riester-Rente hat sich für die Versicherten als gewaltiger Flop erwiesen. Die Versicherten sollten ihre Riester-Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung übertragen dürfen.Solange die Regierung für die grundlegenden Probleme im Rentensystem keine Lösungen anbringt, kann sie sich nicht dafür feiern lassen, dass sie heute eine gesetzlich festgeschriebene Formel angewandt hat.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

4 Gedanken zu „Lohnerhöhungen und Einführung des Mindestlohns sorgen für Rentenerhöhung“

  1. Die jetzige Regierung tut nichts gegen gegen Armut, weder für Kinder und Jugendliche noch für Erwachsene und Rentner. Die Möglichkeit dazu hätte sie, auch und vor allem finanziell. Wenn die SPD wieder als Partei der kleinen Leute gesehen werden will, hat sie noch viel Arbeit vor sich.

  2. …und wenn du das mit der SPD noch erleben möchtest, kannst du froh sein wenn du da mit 5 Leben hinkommst.
    Aber es gibt auch frohe Kunde, die Regierung erwägt doch wieder einmal Geld ans Volk zu verschenken. Dumm nur dass es wieder die bekommen sollen die es definitiv NICHT brauchen, jetzt um neue E-Autos zu sponsoren.

  3. @ CB

    Doch, sie tut etwas gegen die Armut

    derer, die sich für 50 000 Euro ein Elektroauto kaufen und derer,

    die mit Einkommen oberhalb der in der EVS 2013 erfassten 18 000 monatlich Netto, sich in den EU Subventionierten Stadt-Häfen der Republik ( Monaco ist schlichweg voll) Luxuslofts und Villen kaufen

    und nun ihren Besitz mit Einbruchssicherungen ausstatten.

  4. Rentnerinnen und Rentner, die sowenig Rente erhalten, dass sie noch ergänzende Leistungen aus der Grundsicherung nach dem SGB XII erhalten, leben bis zum Ende ihrer Tage am Existenzminimum. Haben sie Riesterrente angespart und dabei gehofft, sich im Alter etwas besser stellen zu können, werden sie enttäuscht sein. Denn zum einen verbleibt jenen nur die eingezahlten Beiträge, weil die Banken bzw. Versicherungen sämtliche staatlichen Leistungen wegen angeblicher Gebühren schon einkassiert haben. Und zum anderen wird der verbleibende Rest ihrer Riesterrente durch die Sozialämter vollständig aufgerechnet, d.h. einkassiert. Den Rentnerinnen und Rentnern verbleibt davon nichts.

    Hätten sie stattdessen z.B. unter ihre Matratzen angespart, dann würde ihnen über die Armut noch ein bisselchen mehr verbleiben. Denn vom Sparschwein oder dem Ersparten unter der Matratze kann das Sozialamt nichts wissen. Ein Schelm, der böses dabei denkt.

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