Leiharbeiter bleiben Verlierer auf dem Arbeitsmarkt
Die Entlastung auf dem regionalen Arbeitsmarkt ist trügerisch. Denn sie beruhe vor allem auf der Zunahme an prekärer Beschäftigung, allen voran der Leiharbeit. Doch Leiharbeiter spürten die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf dem Arbeitsmarkt als erste, sagte Doro Zinke, stellv. Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg. Zinke verwies darauf, dass Leiharbeiter oftmals nur drei Monate in ihrem Betrieb tätig seien: die Übernahme in feste Arbeitsverhältnisse sei eher die Ausnahme.
Sie erhielten häufig so geringe Löhne (bis zu 50 Prozent unter dem jeweiligen Tariflohn), dass sie zusätzlich Sozialhilfe benötigten. Darüber hinaus seien sie auch arbeitsrechtlich schlechter gestellt. Als „Dank“ für ihren flexiblen Arbeitseinsatz erhielten sie als erste die rote Karte und verlören ihre Arbeit, das sei zynisch, so die DGB-Vize. Die neue Politik der Arbeitsagentur, Leiharbeitsfirmen als sog. Premiumkunden zu umwerben, sei kurzsichtig und fördere unsichere Beschäftigung. Der Anstieg um 40.000 sozialversicherungspflichtige Stellen in der Region beruhe zu ca. 50 Prozent auf der Zunahme an Leiharbeit.
Damit stünde der Arbeitsmarkt weiter auf wackligen Füßen.
Quelle: DGB Berlin Brandenburg
Anmerkung Sozialticker: … “gleiches Geld für gleiche Arbeit“… oder wie lautete der vollzogene Schwachsinn ???
Startseite - Veroeffentlicht von: Sozialticker am: 2. November 2008 um 7:35 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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