Lehrer sind keine Saisonarbeiter - Hire and Fire beenden
Zum Bericht der Bundesagentur für Arbeit, nach dem in fünf Bundesländern Lehrerinnen und Lehrern vor den Sommerferien gekündigt wurde, erklärt Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin:
Die offensichtlich in einigen Bundesländern praktizierte Einstellung von Lehrern als Saisonarbeiter scheint hart an der Grenze der Ungesetzlichkeit. Die Entlassung in die Arbeitslosigkeit vor den Sommerferien und die anschließende Wiedereinstellung ist faktisch eine Kettenvertragsregelung. Die Zeche für “Hire and Fire” zahlen die Beitragszahlerinnen und -zahler.
Wir fordern von der Bundesagentur eine genaue Prüfung, inwieweit es dabei zum Bruch von Gesetzen gekommen ist. Sollte das der Fall sein, so muss von den betreffenden Ländern Schadensersatz verlangt werden.
Die Praxis, mit solcherart dubiosen Methoden die Personalkosten zu senken, muss beendet werden.
Lehrerinnen und Lehrer sollen unterrichten und nicht ihre Zeit mit der Jobsuche und der Beantragung von Arbeitslosengeld verbringen. Die halbseidene Personalpolitik der Länder muss sofort beendet werden.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
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