Jedes Jahr gehen in Deutschland millionenfach Tonnen von Lebensmitteln verloren. Nordrhein-Westfalen drängt deshalb auf gesetzgeberisches Handeln. In einem Entschließungsantrag, den das Land am 10. März 2017 im Bundesrat vorgestellt hat, fordert es die Bundesregierung auf, eine Initiative zur Verringerung der Lebensmittelverluste zu erarbeiten. Am 31. März 2017 entscheidet das Plenum, ob es die vorgeschlagene Entschließung fassen will.

Primat der Weiterverwendung

Ähnlich wie bei der Abfallvermeidung, müsse auch bei Lebensmittelabfällen das Primat der Weiterverwendung gelten, heißt es in der Entschließung. Erforderlich sei ein koordiniertes, nationales und ressortübergreifendes Vorgehen. Gemeinsam mit den Bundesländern solle die Bundesregierung eine Strategie zur Verminderung der Lebensmittelverluste erarbeiten und daran alle relevanten Akteure beteiligen. Auch der Aufbau eines deutschlandweiten Forschungsnetzwerkes sei erforderlich, um das Vorhaben wissenschaftlich zu begleiten und entsprechende Erkenntnisse umzusetzen.

Im Sinne der UN-Nachhaltigkeitskriterien

Zwar gebe es auf der Ebene der Länder bereits zahlreiche Initiativen und Projekte. Es fehle aber an einem einheitlichen und zielgerichteten bundesweiten Vorgehen. Nur so könnten Synergien geschaffen und das UN-Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030 verwirklicht werden. Danach sind die Lebensmittelverluste bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren.

Quelle: Bundesrat

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24. März 2017