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Lage am Ausbildungsmarkt so gut wie lange nicht mehr

Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt positive Entwicklung / Schavan: “Gute berufliche Startchancen für junge Menschen” / Weiter Handlungsbedarf zur künftigen Fachkräftesicherung

“Die Ausbildungschancen für junge Menschen in Deutschland haben sich in diesem Jahr weiter verbessert. Es ist gelungen, mehr jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben.” Diese positive Bilanz zog Bundesbildungsministerin Annette Schavan angesichts der veröffentlichten Ergebnisse der Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2011.

Besonders erfreulich ist der deutliche Anstieg bei den betrieblichen Ausbildungsverträgen um 20.729 (+4,0%) auf 539.646. Insgesamt wurden 2011 570.140 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, das sind 10.180 (+1,8%) mehr als im Vorjahr. Die Zahl der außerbetrieblichen Ausbildungsverträge ist dagegen auch 2011 spürbar zurückgegangen. “Allerdings zeigt die Erhebung auch, dass die demografische Entwicklung gerade in den neuen Ländern schon Realität ist”, sagte Schavan. Auch die doppelten Abiturientenjahrgänge sowie die Aussetzung der Wehrpflicht konnten diesen Trend nicht stoppen.

Nachwuchs- und Rekrutierungsprobleme der Wirtschaft nehmen daher zu. Gleichzeitig stieg die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten unbesetzten Berufsausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr bundesweit um 10.084 (+51%) auf 29.689. “Wir nehmen die Nachwuchssorgen der Betriebe ebenso ernst wie unser Ziel, allen Jugendlichen die Chance auf eine betriebliche Ausbildung zu geben. Ausbildung ist sowohl eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, als auch für die Fachkräftesicherung und somit den Erhalt des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Angesichts sinkender Schulabgängerzahlen steht die duale Berufsausbildung hier vor neuen Herausforderungen”, so Schavan.

Denen begegnet das BMBF mit einer Doppelstrategie. So richtet sich die Initiative “Bildungsketten” an junge Menschen, bei denen sich Schwierigkeiten abzeichnen, den Schulabschluss zu schaffen. Sie werden unterstützt, einen Ausbildungsplatz zu finden und den Berufsabschluss zu erreichen. “Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass die duale Ausbildung - in zunehmendem Wettbewerb mit den Hochschulen - weiterhin auch für leistungsstarke Jugendliche attraktive Qualifizierungs-, Berufs- und Karriereperspektiven eröffnet”, betonte Schavan. Das macht die neue Informationskampagne “Berufliche Bildung - praktisch unschlagbar” deutlich, die das BMBF gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium ins Leben gerufen hat. Ihr Ziel ist es, die hohe Attraktivität der dualen Ausbildung und die vielfältigen Chancen beruflicher Aus- und Weiterbildung zu präsentieren.

Die BIBB-Erhebung über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge wird jährlich in Zusammenarbeit mit den für die Berufsausbildung zuständigen Stellen durchgeführt. Dabei werden die Ausbildungsverträge berücksichtigt, die in der Zeit vom 1. Oktober des Vorjahres bis zum 30. September des Erhebungsjahres neu abgeschlossen wurden.

Die Ergebnisse der BIBB-Erhebung

Quelle: Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) - Pressestelle

Startseite - Veröffentlicht am: 26. Dezember 2011 um 12:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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2 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von kalki am Montag, 26.12.2011.

Ist die lage so gut ?? oder klappt es gut mit dem verschiebebahnhof mit der warteschleife in der man viele jugendliche parkt ..mittlerweile gibt es ja ne menge an institutionen die sich um die jugendlichen bemühen und es lohnt sich sogar wirtschaftlich für die bemüher ..!!!


2. ... Kommentar von x am Mittwoch, 28.12.2011.

die jungen leute , welche ein ausbildungsplatz finden , können ja froh sein überhaupt arbeiten zu dürfen . . . auch wenn deren minimallöhne seit zehn jahren stagnieren . . . aber das spielt in der wirtschaft ja keine rolle .


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