Kritik am Schulfach für Ernährung

Berlin: (hib/EIS) Laut einer von der Bundesregierung geförderten und im September 2015 veröffentlichten Studie verursacht ungesunde Ernährung im deutschen Gesundheitssystem jährliche Kosten von fast 17 Milliarden Euro. Weil Kindern ein Grundwissen über gesunde Ernährung vermittelt und ihnen in der Kita oder der Schulmensa ernährungsphysiologisch ausgewogenes Essen angeboten werden soll, setze sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für ein eigenes Schulfach Ernährung ein, erklärt die Bundesregierung in einer Antwort (18/7704) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Ein solches Schulfach könne einen wichtigen Beitrag zur Prävention von ernährungsbedingten Krankheiten beitragen und helfen, das Gesundheitssystem zu entlasten. Die Bundesregierung gesteht in ihrer Antwort ein, dass eine entsprechende Forderung des Bundesministers Christian Schmidt (CSU) bei den Bundesländern auf Skepsis stoße. Das Thema Ernährung sei in allen 16 Bundesländern Teil der Lehrpläne und werde in Unterrichtsfächern wie Sachkunde, Hauswirtschaft oder Biologie sowie fachübergreifend und durch extracurriculare Maßnahmen aufgegriffen. Deshalb gebe es seitens der Kultusministerkonferenz eine kritische Haltung gegenüber einem eigens geschaffenen Schulfach.

Quelle: Deutscher Bundestag

Anmerkung Sozialticker … ja klar gibt es da gleich ein Aufschrei aus der lobbyistischen Reihe, welche ihren Nahrungsmittelmüll (Nahrungsmittel ist falscher Ausdruck) weiterhin unter die Kinder bekommen müssen, denn jedes kranke Kind (nicht nur Hirn) ist in Folge auch ein potenzieller Kunde der Pharmalobby und somit auch eine langjährige Kapitalanlage.