Krippengesetz als Revolution
Der parlamentarische Startschuss zum forcierten Krippenausbau bis 2013 ist in der Medienwelt nahezu geschlossen mit Applaus aufgenommen worden (HPL). Die Begeisterung über die “familienpolitische Revolution”, die helfe Beruf (1.) und Familie (2.) (HPL) zu bewältigen, wird durch einen offenkundigen und eklatanten Widerspruch weiterhin nicht getrübt: Den Rechtsanspruch auf eine dreijährige Elternzeit, die allerdings - selbst bei Erwerbstätigen - nur im ersten Lebensjahr des Kindes eine (bescheidende) wirtschaftliche Absicherung bei Abstinenz vom Arbeitsmarkt gewährleistet. Im Gegenteil. (Eher symbolische) Schritte in diese Richtung (HPL) werden als kontraproduktiv verurteilt, statt - wie die Wirtschaft (vgl. z.B. HBF 2003) - konsequenterweise die Streichung der dreijährigen Elternzeit zu fordern.
Gleichzeitig macht sich so mancher Kommentator Gedanken über die Qualität der Kinderbetreuung und die Bezahlung jener, die für die späteren Lebenschancen der Kinder wichtig sind - womit nicht die Eltern gemeint sind (HPL).
Angesichts dieses bemerkenswert geschlossenen Medienechos kommen nicht nur engagierte Eltern ins Grübeln, die dem politisch-medialen Familien-Ideal nicht entsprechen (wollen) (HPL). Auch die jüngste Publikation eines renommierten Psychologen (HPL) lässt die Frage aufkommen, ob die Fixierung auf den globalmarktgesteuerten Arbeitsmarkt und seine Notwendigkeiten tatsächlich noch als gesamtgesellschaftlicher Universalmassstab taugt.
Quelle: HBF - Pressedienst
Startseite - Veroeffentlicht von: Sozialticker am: 30. September 2008 um 11:16 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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