Kriminelle Energie in der Autoindustrie ist erschreckend


„Spätestens jetzt wird niemand mehr daran glauben können, dass es sich um einen reinen VW-Skandal handelt. Sollten sich die heutigen Meldungen zu Absprachen in der Automobilindustrie bestätigen, dann hätten die betreffenden Konzerne damit nicht nur die Zulieferer geschädigt, sondern auch ihre Kunden und vor allem die Gesundheit der in Innenstädten lebenden Menschen.

Und das dabei zu Tage getretene Maß an krimineller Energie in der Branche wäre wirklich erschreckend“, kommentiert Herbert Behrens (DIE LINKE), ehemaliger Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zum Abgasskandal, die heute veröffentlichten Berichte über Absprachen der Automobilindustrie über die Preisgestaltung und die Konfiguration von Abgasnachbehandlungssystemen.

Behrens weiter:

„Minister Dobrindt hat trotz eindeutiger Hinweise auf Abschalteinrichtungen aus seiner Untersuchungskommission allen Herstellern die Absolution erteilt, die deren Verwendung nicht selbst zugegeben haben. Das macht ihn zum Teil des Kartells und disqualifiziert ihn als Minister vollkommen. Daher ist der angekündigte Diesel-Rettungsgipfel angesichts der neuesten Enthüllungen eine Farce. Hier wird niemand die richtige Schlussfolgerung ziehen und den schrittweisen Ausstieg aus der Dieseltechnologie beschließen. Dabei sollte allen Beteiligten klar sein, dass sich unter dem Credo ‚der Diesel ist tot, es lebe der Diesel‘ eine ganze Branche Richtung Abgrund bewegt, was zig-tausende Arbeitsplätze gefährdet.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

21. Juli 2017

2 Kommentare

  1. angeblich soll das kartell schon seit über 20 jahren existieren um u.a. gehälter zu drücken . nicht nur der typ dobrindt hat dem von VW offengelegten kartell zugearbeitet . peter hartz ( bei VW von 1993 – 2005 ) müsste in seiner dortigen position zu 100% mitwisser und könnte wahrscheinlich einer der köpfe des kartells gewesen sein . es sieht danach aus , daß dieser die “ gesetze des kartells “ letztendlich in “ sozialrechtliche gesetze “ goss – keine frage , daß damit die komplette SGBII – gesetzgebung umgehend hinfällig wäre . wahrscheinlich waren einige hartz-kommission-auftraggeber innerhalb der damaligen bundesregierung ( schröder & co . ) involviert . es sieht für mich so aus , als ob das kartell den vermittlungsskandal nur benutzte um ihre illegalen machenschaften durchzusetzen ; https://de.wikipedia.org/wiki/Vermittlungsskandal . denn die skandale blieben . großangelegte schwerstkriminalität durch übernahme staatlicher strukturen seitens eines übermächtigen monopolartigen kartells mit den bekannten folgen .

    wieso wird das konstrukt verharmlosend als “ kartell “ und nicht passender als “ deutsche mafia “ oder “ kapitalfaschismus “ bezeichnet ?

    VW – das auto .
    1934 von hitler erwünscht und ausgeschrieben ; https://de.wikipedia.org/wiki/Volkswagen_AG#Gr.C3.BCndung
    1937 aufbau via “ deutsche arbeitsfront / DAF “ ( einheitsverband der arbeitnehmer und arbeitgeber ) ; https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront .
    finanzierung der DAF u.a. durch beschlagnahmte gelder zwangsaufgelöster freier gewerkschaften . mit der DAF wurde auch das streikrecht abgeschafft .
    1945 wurde die DAF verboten und eigentum beschlagnahmt – VW baut weiter .
    1949 wurde der DGB gegründet , wobei dieser aufgrund aktueller politischer maßnahmen im gewerkschaftsrecht bald dem DAF gleicht .

    . . zeiten , buchstaben und symbole ändern sich – der geist bleibt . . .

  2. . . . Verfolgung, Folter, willkürliche Tötungen – mit diesen Methoden bekämpfte die rechtsgerichtete Militärdiktatur in Brasilien von 1964 bis 1985 die politische Opposition. Volkswagen do Brasil, ein Tochterunternehmen des Wolfsburger Autokonzerns, hat damals diese Verfolgung von Regimegegnern offenbar aktiv unterstützt. . . .
    . . . Der Konzern richtete eine Abteilung ein, die sich wohl immer mehr in eine Art werkseigenen Geheimdienst verwandelte. Dieser schon vor der Diktaturzeit gegründete Werkschutz wurde von Beginn an von ehemaligen Offizieren der brasilianischen Armee geleitet. . . .
    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-menschenrechte-101.html

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