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Kliniken im Sparfieber – bleiben Patienten auf der Strecke?

“Kliniken im Sparfieber – bleiben Patienten auf der Strecke?”

… lautet das Thema der Sendung ANNE WILL am Sonntag, 15. Juni 2008, um 21.45 Uhr im Ersten.

Die neue EU-Arbeitszeitrichtlinie, die eine 65-Stunden-Arbeitswoche erlaubt, hat deutsche Klinikärzte diese Woche aufgebracht. Sie fürchten neue Mammutschichten und übermüdete Ärzte in den Operationssälen. Die Politik hat diese Befürchtungen zwar zurückgewiesen, doch die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht in verlängerten Arbeitszeiten einen längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung: Deutsche Kliniken stünden finanziell mit dem Rücken zur Wand und müssten alles tun, um die Kosten zu senken.

Der Sparzwang in deutschen Krankenhäusern hat schon heute zu großem Personalabbau geführt, und Ärzte warnen vor einer zunehmenden Verschlechterung der Patientenversorgung. Bleibt bei dem Kostendruck in Kliniken letztendlich der gesetzlich versicherte Patient auf der Strecke? Wird es künftig nicht mehr jede Leistung für jeden geben?

Hierzu werden am 15. Juni bei Anne Will u.a. zu Gast sein:

Quelle: Pressemeldung WILL MEDIA GmbH – politisch denken, persönlich fragen

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3 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von Steinbock am Sonntag, 15.6.2008.

Spahn: Beim Sparen in Krankenhäusern ist Kante erreicht

Berlin, 15. Juni 2008 – „Kliniken im Sparfieber – bleiben Patienten auf der Strecke?“ war das Thema der Sendung ANNE WILL am Sonntag, 15. Juni 2008.

Jens Spahn (CDU), Gesundheitspolitiker, hält weitere Rationalisierungen im Krankenhauswesen für nicht machbar. Bei ANNE WILL sagte er: „Was die kurzfristige Problematik angeht, sind die Krankenhäuser ohne Zweifel unter Druck und da ist jetzt die Kante erreicht für viele. Deswegen wollen wir kurzfristig auch sehen, dass wir zusätzliches Geld für diese Aufgabe mitgeben.“ Spahn wies jedoch auf die Gefahr von Beitragssteigerungen für Krankenversicherte hin, wenn alle Forderungen der Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte erfüllt würden: „Das sind zusammen schon wieder 1,5 Prozent Beitragspunkte.“ Spahn sprach sich dafür aus, weitere Mittel zielgerecht zu verwenden: „Sicher ist, wenn wir zusätzlich Geld geben, muss es auch bei den Beschäftigten, und im Zweifel auch bei neuen Beschäftigten, ankommen. Das darf dann nicht in der Verwaltung oder woanders landen.“

Frank Ulrich Montgomery, Vizepräsident der Bundesärztekammer und Ehrenvorsitzender des Marburger Bundes, klagte an: „Die deutschen Krankenhäuser werden von den Politikern in einer Art und Weise ausgequetscht. Seit Seehofer leiden wir unter Budgetzwängen, wir leiden weiter unter einer immensen Arbeitsverdichtung, es werden immer mehr Betten gestrichen, Krankenhäuser geschlossen, mehr Patienten kommen und wir wissen gemeinsam nicht, wie wir das vernünftig refinanzieren, weil die Politik uns mit absurden Sparopfern überzieht.“

Quelle: Pressemeldung ANNE WILL– politisch denken, persönlich fragen


2. ... Kommentar von el loco am Montag, 16.6.2008.

Nicht nur die Krankenhäuser müssen auf Kosten der Patienten sparen.
Meine AOK streicht das Krankengeld.
Den ersten Versuch konnte ich abwehren und die zweite Abwehr läuft.
Zum ersten Versuch: Die Reha-Kur-Klinik entläßt mich als arbeitsfähig und teilt dieses der KK mit. Von mir lag keine Erlaubnis zur Berichterstattung vor. Die AU begann vor der Kur und besteht immer noch. Die Klinik darf bei einer Reha-Kur weder AU attestieren noch aufheben. Meine AOK streicht mein Krankengeld mit Kurende. Ob das Unwissenheit war möchte ich bezweifeln.
Zum zweiten Versuch: Der MDK wird natürlich eingeschaltet. Der Gutachter vermutet mich untersucht zu haben. Auch vermutet er am 05.02.08 weiter, “Aktuell besteht voraussichtlich ab 15.02.2008 für den Versicherten ein Restleistungsbild für die Vermittlung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“. “Aus medizinischer Sicht auf Dauer AU”, “Med. Voraussetzungen für eine erhebl. Minderung/Gefährdung der Erwerbsfähigkeit (§51 Abs.1 SGB V)” und “Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 51 Abs. 1 SGB V”.

Vermutungen und Ahnnahmen reichen meiner AOK die Zahlung von Krankengeld einzustellen. Innerhalb kürzester Zeit bekam ich die ausgefüllten Formulare, damit ich ALG II beantragen könne.


3. ... Kommentar von el loco am Montag, 16.6.2008.

Mein behandelnder Arzt hätte „ weitere medizinische Aspekte“ einbringen sollen und das Gutachten vom 05.02.08 rechtfertigt die Einstellung der Krankengeldzahlung ab 15.02.08.
Am 05.06.08 schreibt meine AOK: „ ….. Eine weitere körperliche Untersuchung dazu war nicht erforderlich. Im Ergebnis dieser Beurteilung teilen wir Ihnen mit, dass keine andere Entscheidung getroffen werden kann, weil keine neuen medizinischen Befunde vorliegen, ….
Weitere ambulante Behandlung ist ohne Arbeitsunfähigkeit möglich. Die Angaben im Gutachten sind medizinisch plausibel und nachvollziehbar.“

Ich frage mich, bei ein und der selben, nicht geheilten Erkrankung, woher sollen da neue med. Aspekte und Befunde kommen. Die Erkrankung hat noch Bestand und welcher Gutachter hält nicht an seiner Meinung fest.
Die ganze Geschichte wird wohl ein Richter entscheiden dürfen.


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