Klimasteuer auf Milch und Fleisch bestraft die Falschen


„Eine Steuererhöhung würde vor allem die Lage ärmerer Menschen weiter verschlechtern“, erklärt Karin Binder, ernährungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu den Vorschlägen des Umweltbundesamtes, die Mehrwertsteuer auf Tierprodukte anzuheben. Binder weiter:

„Mit einer Klimasteuer auf Milch und Fleisch werden die Verbraucher zu Unrecht bestraft. Verursacher der miesen Klimabilanz im Agrarbereich sind die marktmächtigen Supermärkte und die Fleischindustrie. Ihr Billigfleisch erzeugt erhebliche Umweltschäden. Der hohe Einsatz von Antibiotika und die zunehmende Nitratbelastung vergiften das Trinkwasser. Es muss mit hohem Kostenaufwand gereinigt werden. Zudem steigen durch Umweltbelastungen die Gesundheitskosten und der Aufwand für die amtliche Lebensmittelaufsicht. All das müssen die Verbraucher schon jetzt zahlen.

Statt einer Klimastrafsteuer für Verbraucher brauchen wir eine andere Ernährungspolitik. DIE LINKE fordert von Agrarminister Christian Schmidt (CSU), die absurde Exportpolitik für Fleisch und Milch zu stoppen. Stattdessen ist die Vielfalt der regionalen Erzeugung und Vermarktung von Lebensmitteln deutlich zu stärken. Ein notwendiger Schritt ist ein gesetzlich geschützter Regional-Begriff. Große Unternehmen müssen zudem einen Teil der Kosten für die amtliche Lebensmittelüberwachung tragen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

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14. Februar 2017

4 Kommentare

  1. Korbacherjunge

    6. Januar 2017 um 16:03

    Wenn es so kommt müssen Sie den Regelsatz kräftig aufstocken, sonnst müssen wir hungern ab 25 des Monats.

  2. Wozu regt man sich denn auf, schließlich bleiben Rennpferde weiterhin mit sozialverträglichen 7% versteuert, Pferdeanhänger gar nix und Boote nebst Zubehör sind steuerlich auch sehr billig.

  3. Regelsatz kräftig aufstocken ! Welche Utopischen Träume hast du noch ?

  4. Jörg Freundlich (Pseudonym)

    8. Januar 2017 um 18:28

    Die Erzeugung von Fleisch und Fleischprodukten durch Tierhaltung von Rindern, Schweinen und Hühnern bedeutet aus der Sicht der Vergerarier oder gar Veganern einen vielfach höheren Energieaufwand sowie Verbrauch von Recourcen als die Erzeugung von getreide und Kartoffeln.
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-08/fleisch-konsum-ressourcen

    Hier schneiden die Rindviecher besonders schlecht, weil sie durch ihren Ausstoß von Methan die Schutzhülle der Erde, also die Ozonschicht, zum einen und den Wärmehaushalt zum anderen, um ein Vielfaches mehr schädigen als z.B. CO2.

    Gleichwohl setzt man bei dieser Diskussion auf falsche Prioritäten. Der allergrößte Schaden für unsere Umwelt, ja, für unsere Erde und die Menschheit insgesamt wird doch wohl dadurch verursacht, dass die entwickelten Industrieländer – Deutschland steht dabei an 4. Stelle – Waffen- und Vernichtungssysteme produzieren und es an unterentwickelte Staaten liefern, deren Eingeborene, kaum des Lesens und Schreibens mächtig, in der Lage sind, dieses Teufelszeug zu bedienen.

    Wenn immer mehr Waffen verkauft und in diese unterentwickelten Staaten gepumpt werden, ist es nur folgerichtig, dass diese auch zur Anwendung gelangen. Selbstverständlich wird hierdurch Flucht und Vertreibung erzeugt und gleichzeitig die Armut vertieft. Den Nutzen davon haben dann die Teilhaber und Aktionäre dieser Produktionsfirmen – und das sind natürlich die Vermögenden und Investoren, also Besitzer von Anteilsscheinen und Geld… vor allem Geld, das sich gleichzeitig zu deren Vorteil vermehrt.

    Das führt dann letztendlich zu einem Auseinanderdriften der Schere und Erweiterung der Armut und damit zur Vertiefung der Ungleichverteilung des Bruttosozialproduktes. Das hat auch politische Konsequenzen, wenn z.B. ganze Dorfgemeinschaften sich von der Demokratie abwenden und sich von Rattenfängern wie AfD und Co einfangen lassen. Hier breitet sich ein unsäglicher Virus in den Hirnen von Menschen aus, der sie gebildet oder nicht gleichwohl entarten lässt.

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