Klasse Jobs? – Vermittlung in Leiharbeit


Kleines Zahlenspiel (natürlich mit 20 Stellen hinterm Komma genau) – wo man vielleicht erkennen kann, in welcher Qualität so die Jobvergabe erfolgt:

Vermittlung in Leiharbeit

Berlin: (hib/CHE) Rund 87.000 Personen wurden von der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahr 2016 in Leiharbeit vermittelt. Das entspricht einem Anteil von 33 Prozent an allen von der BA in diesem Jahr vermittelten Arbeitssuchenden. Insgesamt vermittelte die BA im Jahr 2016 rund 266.000 Personen in Arbeit.

Das geht aus der Antwort (18/12339) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/12187) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Darin heißt es weiter, dass 65 Prozent der in Leiharbeit Vermittelten vorher im Rechtskreis des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (Arbeitslosengeld) und 35 Prozent im Rechtskreis des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (Arbeitslosengeld II) registriert waren.

Quelle: Deutscher Bundestag

Anmerkung Sozialticker – und was machen wir mit den restlichen 5 Millionen Menschen, die noch keine Sklavenhalter haben? Sanktionieren wir sie bis Null? Na klar doch, denn dies steht ja so im Systemprogramm … Sklavenarbeit oder Selbsttötung durch Ausschluss. Still und leise und ohne jegliche Verantwortung eine saubere Lösung. Mehr zum Thema Leiharbeit — KLICK.

Info: Dieser Beitrag wurde bereits 535 mal gelesen !!!

23. Mai 2017

8 Kommentare

  1. die tage “ darf “ ich mich bei einer dieser berühmt berüchtigten firmen vorstellen . hinter dem slogan “ Wir bieten ihnen tarifliche Bezahlung und Einsätze bei guten Kunden!“ steckt beschönigt die volle schlagkraft der BAP – tarifregelungen . die jobcenter – bediensteten , welche dieser zeitarbeitsfirma mich als geeignete helferkraft in der lebensmittelindustrie empfahlen , interessieren sich für die seit jahrzehntelange vorhandenen rückenprobleme einen dreck . wäre mein rücken OK , würde ich längst einen körperlich überlastenden job ausüben anstatt HIV zu “ erbetteln “ . doch alle orthopäden rieten und raten davon dringend ab .

  2. die zeitarbeitsfirma war relativ seriös . das jobcenter hätte laut denen wohl ein unvollständigen eintrag im “ informationssystem für arbeitgeber “ gemacht . dort stand wohl nichts von “ körperlichen einschränkungen “ . eine von der zeitarbeitsfirma telefonisch in aussicht gestellte “ berufsnahe beschäftigung “ war nur eine leere worthülse um mich dorthin zu locken . parallel verweigert das jobcenter jegliche sinnvolle förderung . also : körperlich nicht ausführbare arbeit fordern und nichts fördern . das sind die realen chancen und perspektiven für fast jeden arbeitslosen . gewollt und vollzogen .

    ein jobcenter – callcenter – mitarbeiter meinte , daß ich mich mit hoffnung auf tätigkeiten bewerben solle , für die man eigentlich eine passende ausbildung benötigt . er persönlich erzählte glaubhaft mit einer frau zu tun gehabt zu haben , welche nun in arbeit als chefsekräterin für knapp 3000€ brutto sei – ALS UNGELERNTE ANALPHABETIN ! witz oder nicht ?

  3. Zeitarbeit und seriös schließt sich aus. Keine Zeitbude ist seriös anzusehen und so überflüssig wie ein Kropf.

    Und klar schmieren sie den Leuten Honig ums Maul, damit die mit Elan im Glauben an eine Zukunft rackern ohne nachzudenken. Da dürfen Beispiele vom Tellerwascher zum Millionär nicht im Repertoire fehlen.

    • relativ seriös – RELATIV . . . die konnten verstehen , daß ich die tätigkeit nicht ausführen kann . die waren wenigstens freundlich – künstlich freundlich , aber nicht menschenverachtend . ansonsten deiner meinung bzgl . zeitbuden .
      das mit der analphabetin kam von jemanden aus dem jobcenter – callcenter , der ziemlich glaubwürdig klang . meine frage , ob diese frau “ geil “ aussah , konnte er nicht beantworten , aber ich denke mir meinen teil . . .

  4. Und hintenrum schwärzen sie dich nun beim Jobcenter an, du hättest einfach keine Lust auf eine Anstellung gehabt.

    So läuft das hier massenhaft ab.

    • nein – die waren wirklich “ RELATIV seriös “ . die hatten nicht mal zeit ( trotz jobcenter – wunsch ) , mir ein schreiben auszuhändigen , wieso man mich nicht in die kartei aufgenommen hat . . .

      . . . hätten mich sowieso nicht sofort mißbrauchen können , weil ich in zwo ein halb wochen halbberuflich im ausland verbringen muß ( YEAH ! ) ; vom jobcenter -merkwürdigerweise – schon genehmigt .

      ansonsten bleiben zeitbuden “ menschenhändler “ – nichts besonderes im modernen faschismus .

  5. Sozialticker

    26. Juli 2017 um 19:17

    Aktuelle Entwicklungen in der Leiharbeit

    Berlin: (hib/PK) Mit dem Thema Leiharbeit befasst sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (18/13147). Es handele sich um eine Form prekärer Beschäftigung. Leiharbeit sei gekennzeichnet durch niedrige Löhne, ein hohes Risiko, arbeitslos zu werden und häufig kurze Beschäftigungszeiten. Vor diesem Hintergrund stellten sich Fragen zur aktuellen Entwicklung in der Leiharbeit.

    Die Abgeordneten fragen unter anderem nach der Zahl der Leiharbeitskräfte in Deutschland und in den einzelnen Bundesländern sowie nach dem durchschnittlichen monatlichen Bruttoverdienst.

    Quelle: Deutscher Bundestag

    • Der Gewerkschaftsbund . . . bezeichnet die Praxis regelmäßig als »Form moderner Sklaverei«. . . . kommt das Verleihen von Arbeitern gar »Menschenhandel« gleich. Der höchste . . .Berufungsgerichtshof für Arbeitsrecht . . . hat den Arbeiterverleih nun deutlich erschwert. . . . Sie urteilten, dass Leiharbeiter nach drei Monaten in die Stammbelegschaft übernommen werden müssen – mit den gleichen Rechten und der gleichen Bezahlung wie die festangestellten Kollegen. . . .
      https://www.jungewelt.de/artikel/315097.verliehen-aber-nicht-lange.html

      leider spielt sich das in südafrika ab . . .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 Sozialticker

Start - Sozialticker↑ ↑

Google+ Twitter