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Kindergeld - Staffelung à la Union benachteiligt die Mehrheit der Familien

Bild: Bundestagsfraktion DIE LINKE im Bundestag„Die Staffelungs-Idee der Union ist eine deutliche Benachteiligung für über 90 Prozent aller Familien“, erklärt Diana Golze zum Konzept des familienpolitischen Sprechers der Union, Johannes Singhammer, die Höhe des Kindergelds nach Anzahl der Kinder zu staffeln. Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Singhammer lässt die Katze aus dem Sack. Wenn die Union für über 90 Prozent aller Familien das Kindergeld nur um 6,5 Prozent von 154 auf 164 Euro erhöhen möchte, so ist das gerade einmal die Hälfte des Kaufkraftverlustes seit 2002. Während lediglich 10 Prozent der Kinder in Familien mit drei und mehr Kindern leben, hat das Kindergeld seit seiner letzten Anhebung im Jahre 2002 durch steigende Lebenshaltungskosten und Inflation bereits über 12 Prozent an Wert verloren. Das wissen auch Union und SPD.

War die SPD dennoch lange Zeit grundsätzlich gegen eine Kindergelderhöhung, so fällt der Union nun ein, das Kindergeld so gestaffelt zu erhöhen, dass es für 90 Prozent der Familien noch nicht einmal die realen Kürzungen der letzten Jahre ausgleicht. Laut Singhammer entsprechen die Kosten seines Staffelungs-Vorschlages in etwa den Einsparungen beim Kindergeld durch den Geburtenrückgang seit 2006. Die SPD muss nun endlich in der Koalition beweisen, dass jedes Kind dem Staat gleich viel wert ist.

Solange spielt die Bundesregierung mit den Staffelungs-Konzepten große und kleine Familien gegeneinander aus und benachteiligt dabei auch einen Großteil der Alleinerziehenden. Abgesehen von der Tatsache, dass ihr Vorschlag verfassungsrechtlich höchst zweifelhaft ist, führt er eher zu noch mehr sozialer Ungerechtigkeit. Daher fordert DIE LINKE, das Kindergeld für alle Familien sofort auf 200 Euro anzuheben und nicht den Existenzminimumbericht im Herbst abzuwarten.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Pressestelle

Startseite - Veroeffentlicht von: Steinbock   am: 29. Juli 2008 um 11:39 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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1 Kommentar / Frage

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1. ... Kommentar von Moni am Dienstag, 29.7.2008.

Hallo,
immer wieder wird über die Erhöhung des Kindergeldes gesprochen, aber eines wird außer acht gelassen. Jeder Arbeitnehmer bekommt das Kindergeld “oben drauf”. Bei ALGII wird es voll angerechnet, das war nicht mal bei der Sozialhilfe so. Beispiel: 1 Kind - Sozialgeld 212,– € zusätzlich 86,– € Unterhalt und dann noch 154,– € KIndergeld: Das ist lt. ARGE ja viel zu viel. Also wird gerechnet 212, abzgl. 86 € abzg. 154€ = Überschuß 28 €. Die werden dann gleich dem Vater oder der Mutter abgezogen. Es wäre vielen geholfen, wenn das Kindergeld nicht mehr angerechnet würde. Dann könnten Teenager einigermaßen altersgerecht ernährt werden und die Eltern bräuchten nicht mehr hungern. Denn 2,87 € pro Tag für die Ernährung eines Teenagers ist viel zu wenig. Selbst wenn die Eltern hungern, was ja nun nicht monatelang geht (dann sind diese nämlich wohl tot oder?) reicht es eigentlich nicht für eine ausgewogene Ernährung. Wachstumsstörungen, Konzentrationsstörungen und vieles mehr sind die Folgen einer (gewollten?) Mangelernährung. ALG II reicht vielleicht zum Überleben (mit großem Krankheitsrisiko) aber nicht zum Leben. Aber Hauptsache die Politiker haben genug, können sich ihre Diäten fleißig erhöhen und falsche Informationen streuen. Deutschland hat kein Geld für so viele Arbeitslose! Warum bezahlen die Deutschen Urlauber in Österreich, Italien und Schweiz Autobahnmaut und die Italiener, Österreicher und Schweizer bei uns nicht. Wäre eine Einnahmequelle, der Zoll und der Bundesgrenzschutz werden ja sowieso bezahlt, also können die doch die Maut kassieren. Tja, dabei gibt es nur ein Problem - die Österreicher, Schweizer Italiener etc. wären dann sauer auf uns und wir wollen doch gut da stehen - nicht wahr? Also wird lieber den Deutschen die Würde genommen, damit die Politiker im europäischen Ausland gut dastehen. Übrigens eine bessere Leistung können wir von unseren Politikern wohl nicht erwarten - habe irgendwo gelesen, die wären total unterbezahlt. Also sammelt schön für unsere Politiker, bei besserer Bezahlung machen diese dann vielleicht eine bessere Politik.

Vielleicht wird dieser Kommentar nicht veröffentlicht, das macht nix, ich habs mirs einfach mal von der Seele geschrieben.

Danke an die, die es gelesen haben.


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