Kindergeld – alle Kinder haben gleiche Rechte

Wieder einmal diskutiert die Bundesregierung über das Kindergeld. Als Alibi müssen dazu Zahlungen an Kinder von EU Bürgern, die in Deutschland leben, herhalten. Es ist zweifellos richtig und erforderlich, Sozialleistungen auf ihre Wirksamkeit, also im konkreten Fall auf ihren tatsächlichen Nutzen für die Entwicklung und Ausbildung von Kindern zu überprüfen. Falsch ist es, bestimmte Gruppen in dieser für Europas Zukunft wichtigen Frage zu beschneiden oder gar auszuschließen. Falsch ist es aber auch zuzulassen, dass Kinderunterstützungen, gleich ob für deutsche Staatsbürger oder EU Bürger, in das allgemeine Familienbudget eingefügt werden.

Richtig ist, die Kindererziehungs- und Ausbildungseinrichtungen qualitativ und quantitativ besser auszustatten, Ganztagsbetreuung zu verbessern, Lehrmittelfreiheit zu gewähren wie auch kostenlose Schulspeisung. Die bessere personelle Ausstattung der Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen mit qualifiziertem und leistungsgerecht entlohntem Personal ist ebenso wichtig. Letztendlich muß die Bausubstanz in allen Schulen in jeglicher Beziehung den Anforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden.

Statt über Steuersenkungen und Erhöhung oder auch Einsparung von Kindergeld zu fabulieren, ist der gezielte Mitteleinsatz zum Nutzen aller Kinder im Krippen-, Vorschul- und Schulalter zu fördern. Jegliche das Einkommen der Eltern betreffende Diskussion ist kontraproduktiv.

Alle Kinder haben gleiche Rechte.

Der Sozialverband Deutschland in Mecklenburg–Vorpommern fordert, endlich einen Masterplan, einheitlich für alle Bundesländer, zu entwickeln und umzusetzen mit dem Ziel, für alle Kinder eine hocheffektive Erziehung und Schulbildung zu sichern, um Ihnen gleiche Chancen für die Berufsausbildung, Tätigkeit im Erwerbsleben und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu geben.

Quelle: Presse SoVD Mecklenburg – Vorpommern

Anmerkung Sozialticker – „Falsch ist es, bestimmte Gruppen in dieser für Europas Zukunft wichtigen Frage zu beschneiden oder gar auszuschließen.“ – warum so in die Ferne schweifen, wenn „Hartz-IV-Kindergeld“ liegt so nah? Auch für diese Kinder und deren Eltern sind diese finanziellen Mittel – welche ja eigentlich zur Entlastung von Familien dienen sollte – verwehrt worden. Es fehlt in diesem Land nicht nur ein Masterplan, sondern eine ordentliche Wahl, sowie anständige Gerichte, welche dem Grundgesetz unterstellt auch noch den Artikel 3 gelesen haben.

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