Kinderarmut - Tabuthema in Deutschland?
Ein Begriff, welcher in der heutigen Zeit eigentlich aus dem Sprachschatz gestrichen werden könnte, wenn es nicht immer nur um Geld und Macht gehen würde.
- Wo beginnt die Kinderarmut?
- Beginnt diese bereits bei der Geburt, oder schon davor?
- Wie kann man dieser entgegenwirken und welche Ausmaße hat diese schon erreicht?
- Ab wann ist ein Kind arm?
- Warum ist ein Kind arm?
Diese und viele weitere Fragen scheint sich keiner mehr zu stellen, wenn es um die Schwächsten im System geht. In den “Tafeln”, “Archen” und sozialen Einrichtungen, welche auch der Streichliste von Fördergeldern unterlegen sind, häuft sich die Anzahl der “hungrigen Mäuler” zum täglich warmen Essen. “Es fehlt einfach an allem”, schildert man dem Sozialticker in einem Interview. Die Kinder und deren Eltern kommen weder mit ihren Geldern aus, noch kommen sie mit der Situation klar - die “Unterschicht, oder wie man es nun moderner auszudrücken vermag, als abgehängtes Prekariat vegetieren zu müssen. Von grundgesetzlicher Würde ist mit Abgabe des Hartz IV Antrages nichts mehr zu spüren und das ALG II macht die Menschen krank und lässt sogar auch die Kinder verhungern.
Es fehlt an allem und die Politik schaut dem Verbrechen an Kindern tatenlos zu.
Hunger erleiden nach Angaben der Lehrbüchern eigentlich nur die vielen Kinder in den Entwicklungsländern. Große Spendenaktionen werden spektakulär umgesetzt und auch neue Organisationen medial beworben. Seit 2005 sind diese Lehrbücher nun leider umgeschrieben worden und vermehrt in den eigenen Reihen von Praxisbeispielen zu finden. Ein Ende der Lage ist nicht in Sicht, denn Politiker “reden” nur und handeln nicht im Interesse der Betroffenen. Seit über 2 Jahren ist denen diese Situation bekannt. Statt daran etwas zu ändern, wurden neue Richterstellen erschaffen, um den Ansturm - der sich noch zur Wehr setzenden Hilfeschreie - gerichtlichen Einhalt zu gebieten. Bis zu 3,5 Millionen Kinder in Deutschland, leben … nein sie vegetieren vor sich her - in Armut. Sie tragen abgetragene Klamotten aus den Kleiderkammern, essen schon den Abfall aus den Tonnen der Supermärkte und haben keine Perspektiven nach dem Schulbesuch. Was sie dort lernen, benötigen sie in ihrer derzeitiger Lage am wenigsten. Was sie jedoch hautnah erleben, ist der Kampf ums Überleben. Zu krass sind schon die Unterschiede vom gelehrten zum gelernten - und so entstehen Klassenkonflikte, wenn von Luxus geredet und dem Elend versucht wird, zu entfliehen. Die heile Werbewelt gaukelt es noch verschlimmernd vor und wirkt völlig unglaubwürdig, denn selbst die besten Geschichtenerzähler, kennen keinen vergleichbaren Fall, welcher so monoton über die Mattscheibe flimmert, wie zur heutigen Zeit.
Aussichtsloser Kampf, welcher nur verloren werden kann!
Die kulturelle Ausgrenzung von Kindern ist an einem Punkt angelangt, wo selbst die einfachsten Begriffe keine Bedeutung mehr haben, da diese für Kinder nicht mehr vorstellbar sind. Mit Krankschreibungen versuchen schon die Eltern bei anstehenden Wandertagen, Kino oder Schwimmhallenbesuchen - Kinder vor Blamagen zu schützen, weil die finanziellen Mittel nicht mehr erbracht werden können, um dem normalen würdevollen Leben beizuwohnen. Unverständlich ist der Versuch einer Notlinderung, wenn jegliche Möglichkeiten zur Notabwehr nicht getroffen wurden. Man richtete sich lieber ins prekäre Elend ein und erträgt weitere amtliche Einschränkungen - ausgetragen auf dem Rücken der Kinder. Keiner der Betroffenen hat bisher begriffen, dass die Eltern - selbst die Täter für die immer größer werdende Armut sind.
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