„Wer öffentliche Aufgaben in eine privatrechtlich organisierte Infrastrukturgesellschaft überführt, der privatisiert sie natürlich, egal wie die Eigentumsverhältnisse zunächst bleiben. Die Deutsche Bahn AG ist auch in Eigentum des Bundes, davon hat die Bevölkerung aber leider gar nichts – außer hohen Kosten und schlechtem Service. Wer eine wirkliche Privatisierungsbremse bei den Autobahnen einbauen möchte, muss sie in die Hände einer Gesellschaft öffentlichen Rechts geben, die demokratischer Kontrolle untersteht“, erklärt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter:

„Für die Bürgerinnen und Bürger war die privatrechtliche Organisation von Post und Deutscher Bahn gleichbedeutend mit höheren Preisen, schlechterem Service, fehlender demokratischer Kontrolle und Intransparenz. Für die Beschäftigten waren die Privatisierungen in der Regel mit massiven Arbeitsplatzverlusten verbunden. Diese Beispiele dokumentieren den ganzen Irrweg der Privatisierung öffentlichen Eigentums. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Union und vor allem SPD daran festhalten. Wer den Anspruch hat, nachhaltige Politik im Sinne der Bevölkerung zu machen, muss aus diesen Fehlern lernen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

9. Dezember 2016