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Kein Geld für Drückeberger – ist jeder Job besser als keiner

„Kein Geld für Drückeberger – ist jeder Job besser als keiner?“ lautet das Thema der Sendung

ANNE WILL am Sonntag, 27. Juli 2008, um 21.45 Uhr im Ersten.

Bevor sich die Bundeskanzlerin in den Sommerurlaub verabschiedete, zeigte sie sich noch einmal zuversichtlich: Vollbeschäftigung sei in einigen Jahren möglich, so Merkel. Bei diesem ehrgeizigen Ziel müsse man besonders drei Gruppen fordern und fördern: Langzeitarbeitslose, Menschen ohne Ausbildung und Migranten. Unter anderem müssten Geringqualifizierte endlich einen Einstieg in die Arbeitswelt finden, notfalls auch mit Niedriglöhnen. Mehr verlangen von denen, die seit langem ohne Job sind, das will auch Wirtschaftsminister Michael Glos. Sein Vorschlag: Langzeitarbeitslose sollten zur Arbeit für das Gemeinwohl verpflichtet werden. Auch Heinz Buschkowsky, SPD-Bürgermeister in Berlin-Neukölln, dem bundesweit bekannten „Problembezirk“ mit hoher Arbeitslosenquote, findet, zu viele Bürger hätten sich in einem vom Staat finanzierten Leben eingerichtet. Er ist überzeugt: Fördern geht nicht ohne Fordern.

Hierzu werden am 27. Juli bei Anne Will u.a. zu Gast sein:

Quelle: ANNE WILL– politisch denken, persönlich fragen

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  12 Kommentare / Fragen veroeffentlicht


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12 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von Hans am Samstag, 26.7.2008.

Sorry aber ich muss mal schreien:

ICH KANNS NICHT MEHR HÖÖÖÖÖÖÖÖÖREN!!!!

Immer dieser Kampf gegen die Arbeitslosen! Die Politiker sollten mal auf unser Existensminimum herabsanktioniert werden für all den Müll den die Damen und Herren verzapften! Und dann sollen die mal schauen wie auch wie toll man sich mit dem bischen Geld einrichten kann!

Es reicht jetzt wirklich!


2. ... Kommentar von Helga am Sonntag, 27.7.2008.

Immer wieder bekommt man das Wort “Vollbeschäftigung” zu hören. Mal abgesehen davon, dass Vollbeschäftigung im Sinne “von jeder arbeitet” gar nicht möglich ist und dass heutzutage die Arbeiter bereits in der Minderheit sind, stelle ich mir schon seit einiger Zeit folgende Fragen:

- Wer war eigentlich derjenige Mensch, der dieses verblödende Wort erfand?
- Warum wurde es von so vielen Menschen übernommen?
- Warum wird es noch immer verwendet, wenn es irgendwie um das Thema Arbeit geht?
- Bekommt man Bonus-Meilen, bei häufiger Verwendung des Wortes?
- Muss man das Wort verwenden, damit man zur Gesellschaft oder zur Führungselite gehören darf?
- Ist das sowas wie der Zwang, dass man ein paar Hosen oder einen Rock tragen muss, damit man nicht verhaftet wird?
- Ist das ein Kult? Sind diese Menschen Mitglieder eines Geheimbundes oder einer Sekte?
- Oder ist das eine Art Lust-Seuche, durch die man Lust darauf hat, dieses verblödende Wort zu benutzen?
- Habe ich was verpasst?


3. ... Kommentar von Linkswähler am Sonntag, 27.7.2008.

Was kann da mal wieder anderes herauskommen als das übliche Ausspielen von globalisierten, zwangsverpflichteten Geringverdienern gegen arbeitslose Hartz-Empfänger, moderiert und diskutiert von einer größtenteils selbst überversorgten Polit-Kaste, die mal eben einen fünfstelligen Betrag pro Sendung kassiert oder sich selbst mal eben die “Diäten” um einen ganzen Hartz-Regelsatz erhöht. Früher hieß es noch “Baywatch”, jetzt heißt es “Arbeitslosen-Bashing”.

Und mittendrin mal wieder ein überversorgter SPD’ler, der mit der üblichen “Hau drauf”-Fraktion am rechten Rand der Union ins gleiche Horn bläst. Wieder ein Grund mehr, die Linken zu wählen. Es wird Zeit, dass diese kapitalisierten Sozis unter die 5%-Marke rutschen, dann wissen diese Verräter vielleicht mal wieder, wo einst ihre Fahne stand.

Auf jeden Fall gilt es, wachsam zu bleiben und sich ggf. zur Wehr zu setzen. Denn Politiker, die es schon jubelnd fertig bringen, das Grundgesetz zu ändern, damit die Jobcenter “verfassungskonform” werden, schaffen es auch noch, das Grundgesetz auszuhöhlen, um das wiederzubeleben, was man früher “Reichsarbeitsdienst” nannte.


4. ... Kommentar von Martin Obenaus am Sonntag, 27.7.2008.

Nur wer fördert- darf auch fordern!!!

ARGEMitarbeiter sind schon überfordert Hilfebedürftige ausreichend zu beraten!
Interesse einem Erwerbslosen einen vernünftigen Job zu besorgen?
Interessiert keinen- Schwachsinnige Fortbildungsmaßnahmen, oder Zeitarbeit-
Hauptsache in der Statisik harmonisiert.
Es wird mehr Geld zum Fenster rausgeschmissen für den völlig unnutzen Aufwand nach Leistungsverweigerrungen zu suchen, als der Betrag der Leistungen selbst. Die Anliegen des Hilfedürftigen stehen weniger im Vordergrund, selbst wenn dabei ein Arbeitsvertrag vernichtet werden sollte,
oder unkundige Mitarbeiter mit der Widerspruchsbearbeitung beschäftigt…
Es wäre vielleicht vorteilhaft alle Einzelfallprüfungen von Sozialgerichten vornehmen zu lassen.
Den Menschen fehlt das Vertrauen und die Motivation- dank SGBII und die Ungleichbehandlung von ALGI und ALGII. ALG II Empfänger sind doppelt gestraft: Je hilfebedürftiger man ist, um so weniger hat man Anspruch auf
eine gerechte Förderung! Weniger als 1,50 Euro pro Mahlzeit- gestiegene Ernergiekosten- da soll man noch sparen können? So richtig ”rund”
laufen einige Politiker nicht. Solche unsozialen Spaßvögel sollte man besser nicht wählen, da kommt nur Schwachsinn dabei raus.
An Sozialgesetzen verfassungswidrig rumzubasteln bringt keine Vorteile.


5. ... Kommentar von Solidar am Sonntag, 27.7.2008.

Sollen die Kürzungen und der Druck ruhig weiter ansteigen, vielleicht gehen dann genug auf die Strasse und werfen das Volksverräterpack aus den Ämtern.


6. ... Kommentar von Steinbock am Montag, 28.7.2008.

Söder: Bürgerarbeit hilft, früh aufzustehen

Berlin, 27. Juli 2008 – „Kein Geld für Drückeberger – ist jeder Job besser als keiner?“ war das Thema der Sendung ANNE WILL am Sonntag, 27. Juli 2008.

Markus Söder (CSU), Bayerischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, machte sich bei ANNE WILL für das Konzept der Bürgerarbeit stark, das Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integrieren könne: „Jetzt müssen wir über die Frage diskutieren, wie schaffen wir es, einen Teil der Leute wieder in Arbeit zu bekommen, und auch, sie an Arbeit zu gewöhnen. Und da gibt es viele Projekte, eines ist das Modell der Bürgerarbeit, um dadurch die Leute wieder stärker in den Arbeitsprozess zu integrieren, übrigens auch, damit sie wieder lernen, früh aufzustehen.“

Heinz Buschkowsky
(SPD), Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, fordert vor allem von jungen Arbeitslosen mehr Engagement: „Die jungen Leute müssen sich schon bewegen. Geh nach Hause, setz’ Dich auf die Coach, ist nicht.“ Häufig fehle ihm der Aufstiegswille: „In weiten Teilen haben wir Familien, wo das nicht so ist, wo man sich im Sozialsystem eingerichtet hat.“

Quelle: ANNE WILL– politisch denken, persönlich fragen


7. ... Kommentar von stjdjj am Montag, 28.7.2008.

“….damit sie wieder lernen, früh aufzustehen.“

Scheinbar reicht morgens um 6 noch nicht weil die Kinder dann zur Schule müssen! Ob ich halb 3 aufstehen soll? Dann kann ich beim Bäcker vor Schulbeginn noch 3 Stunden putzen! *lachwech*

„In weiten Teilen haben wir Familien, wo das nicht so ist, wo man sich im Sozialsystem eingerichtet hat.“

Joa richtig!!! Macht voll Spaß so zu leben. Wozu sollte ich das ändern wollen???
Um die traurigen Augen meiner Kinder nicht mehr sehen zu müssen, kann ich meine ja zu machen wenn sie sich mal wieder was wünschen und das bekannte “nein” kommt!

“Sarkasmus Modus off”


8. ... Kommentar von Taram am Montag, 28.7.2008.

Unsere sogenannten Volksvertreter veralbern uns auf der ganzen Linie. Es wird von Vollbeschäftigung gefaselt. Die Arbeitslosenzahlen sind zurück gegangen, ja klar, weil viele in irgendwelche Weiterbildungsmaßnahmen, EEJ oder jetzt das neue ÖBS gesteckt werden. Es ist die Lüge des Jahres 2008, dass die Arbeitslosenzahlen zurück gegangen sind. Ich verstehe langsam auch nicht mehr, warum das Volk nicht auf die Straße geht.

Hallo?! Wir sind das Volk!


9. ... Kommentar von Schattenlos am Montag, 28.7.2008.

Einer der besten Momente der Fernsehgeschichte überhaupt: Günter Wallraff bietet Markus Söder an, ihn als Türken verkleidet bei einem Autobauer einzuschleusen :-) So habe ich selten gelacht .-)))

Aber immerhin hat unser Herr ja während des Studiums auch “arbeiten” müssen - also weiß er doch genau wovon er redet …


10. ... Kommentar von alex am Dienstag, 29.7.2008.

Also ich finde das Prinzip Bürgerarbeit überhaupt nicht verkehrt. Jedoch darf diese nicht als Druckmittel oder aus Zwang eingesetzt werden und muss vor allem sinnvoll sein. Die Politiker würden sich wundern, wie viele dieser “Sozialschmarotzer” sich freiwillig für diese Tätigkeit melden würden - wahrscheinlich mehr, als überhaupt “Stellen” zur Verfügung stehen. Die Argen waren doch selbst überrascht, wie viele Arbeitslose sich von sich aus für die Ein-Euro-Jobs gemeldet haben - das hat denen doch die ganze Druckstrategie vermasselt, weshalb die Argen sich auch flux andere Sanktionsmittel einfallen lassen mussten (schön dokumentiert auf Sozialticker).

Die Bürgerarbeit kann für die Regierung aber auch zu einem zweischneidigen Schwert werden und genau das Gegenteil von dem bewirken, was man eigentlich wollte. Aber ich kann mir vorstellen, dass man hier ähnlich wie bei den Ein-Euro-Jobs bewusst “Stellen” einrichten wird, die den Bürgerarbeiter öffentlich und sozial demütigen sollen.

Wirklich sehr traurig, welch schlechtes Menschenbild die Politiker und Oberen besitzen.


11. ... Kommentar von Martin Obenaus am Mittwoch, 30.7.2008.

Also wären wir früher aufgestanden, dann hätten wir nicht solche fehlfarbenen Volksvertreter ‘ Demokraten’ !!! Es bringt auch nichts über Jugendliche abzulästern- Sie lernen marktwirtschaftliches Betteln um zu überleben. 1 Euro Jobs gehören verboten, wenn man Menschen fördern möchte- darf man das durch humane Motivation und nicht durch Nötigung. Aus einem verzweifelten Menschen einen Sozialschmarotzer zu machen und diesen öffentlich anzuprangern ist bequemer als neue Projekte zu erarbeiten! Ich finde man sollte Menschen in der Not fördern selbige zu überwinden. Das kann man aber nur, wenn man Leistung auch bezahlt! Wer sich an einem ‘ Projekt ‘ beteiligt sollte auch davon profitieren, und nicht bloß Arbeitskraft ausbeuten.


12. ... Kommentar von Hans am Mittwoch, 30.7.2008.

@ Linkswähler:

Genau, LINKS wählen! Das habe ich auch getan und werde es in Zukunft auch weiterhin machen wenn die sogenannten Volksvertreter das jetzt nicht mal alles korrigieren!!!

Das Gehalt der Politiker sollte dann erhöht werden wenns die ärmeren Bevölkerungsschichten besser geht. Wenns soläuft wie jetzt dann sollte man den auch nur Existensminimum plus 1 Euro.-Aufwandsentschädigung zahlen.!!!
Vielleicht wären sie dann etwas mutivierter?


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