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Kein Darlehen für Stromschulden im Bereich des SGB II bei sozialwidrigem Verhalten - selbst wenn von Stromsperren minderjährige Kinder betroffen sind

Die Antragstellerin begehrte im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes die vorläufige Verpflichtung des Centers für Arbeitsmarktintegration (Antragsgegner) zur Übernahme von Stromschulden in Höhe von rund 1150 Euro.

Diese waren entstanden, weil Abschläge, für die durch den Antragsgegner entsprechende Zahlungen erbracht wurden, nicht an den Stromversorger weitergeleitet wurden. Das Sozialgericht hatte den Antragsgegner zur Gewährung eines Darlehens verpflichtet, insbesondere weil im Haushalt drei minderjährige Kinder wohnen. Das jüngste ist neun Jahre alt.

Das Landessozialgericht hat die Verpflichtung aufgehoben, weil die Darlehensgewährung nicht im Sinne des Gesetzes gerechtfertigt sei. Die Rückstände waren durch ein sozialwidriges Verhalten der Antragstellerin entstanden, die im Vertrauen auf ein späteres Darlehen die Abschläge nicht geleistet hat. Zwar sind durch die Stromsperre auch die Kinder der Antragstellerin betroffen.

Für deren ordnungsgemäße Versorgung ist allerdings vorrangig sie selbst verantwortlich. Zudem ist der Haushalt weiterhin mit Heizenergie und Warmwasser versorgt, so dass bei den Kindern keine Gesundheitsgefährdung droht. Auch ein neunjähriges Kind kann zumindest für einen Übergangszeitraum hinreichend mit kalten Speisen ernährt werden (Beschluss vom 27.12.2010, Aktenzeichen: L 3 AS 557/10 B ER).

Quelle: Landessozialgericht Rheinland-Pfalz

Anmerkung Sozialticker … da zeigt sich wieder einmal die asoziale Fratze des menschenverachtenden Hartz IV Gesetzes in voller Schönheit. Strom - sollte im Jahre 2010/11 nach Beginn der Zeitrechnung im Grunde zu einem Grundrecht gehören, denn offenes Feuer … wie in damaligen Höhlen üblich war, scheidet als Brandgefährdung wohl aus, wie auch eine warme Mahlzeit der Kinder. Ja, da hatten es die Ureinwohner besser gehabt, als heutige Hartz IV Kinder.

Startseite - Veröffentlicht am: 17. Januar 2011 um 12:06 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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1. ... Kommentar von Waldfeedd am Montag, 17.1.2011.

Also da muss ich, selbst Hartz IV-Empfänger, der Anmerkung des Sozialtickers widersprechen. Hätte die Antragsstellerin die Abschläge für den Strom bezahlt,wäre es doch gar nicht erst soweit gekommen, oder nicht? Ich muss für mich, meinen Mann und die Kinder auch jeden Monat 90 Euro Stromabschlag abdrücken. Das fällt mir auch nicht immer leicht. Aber Strom braucht man heutzutage nunmal zum täglichen Leben und da finde ich, muss man Prioritäten setzen. Wir versuchen, die Betonung liegt auf versuchen, jeden Monat mit dem auszukommen, was NACH Abzug aller wiederkehrenden Kosten übrig bleibt. Das macht ein Mensch, der arbeiten geht, auch nicht anders.

So, und jetzt dürft ihr gerne über mich herfallen.


2. ... Kommentar von fat man am Montag, 17.1.2011.

asozial, das trifft es, aber hier das Gericht. Selbst wenn man der Begründung folgt, rechtfertigt es nicht überhaupt dass die Kinder darunter zu leiden haben.


3. ... Kommentar von Roland am Montag, 17.1.2011.

Mir wird schlecht:
“da zeigt sich wieder einmal die asoziale Fratze des menschenverachtenden Hartz IV Gesetzes in voller Schönheit.”

Asozial ist ja wohl das Verhalten der Mutter, wenn sie Leistungen für Strom erhalten hat und die Abschläge nicht zahlte. Anstelle die Kinder dann später beim Amt und bei Gericht vorzuschieben, hätte sie mal gleich an sie denken müssen und ihre Abschläge bezahlen sollen. Aber wenn man nach jahrelangem Leben mit Sozialleistungen denkt, dass einem der Steuerzahler alles in den Arsch schieben muss, dann glaubt man wohl, man kann sich alles erlauben und muss dann nur noch die Kinder vors Loch schieben. Gut, dass da mal ein lebensnaher Richter solchen Eltern den Vogel gezeigt hat.


4. ... Kommentar von erika am Montag, 17.1.2011.

Beide Seiten der Beantworter hier haben Recht.
Künftig sollte das Amt die Abschläge überweisen, der Mutter ein Darlehen gewähren und ihr einfach mal auf die Finger schauen, sprich Nachweise verlangen, ob der Strom b ezahlt wurde.

Leidtragende sind durch die Mitschuld der Mutter, die Kinder, und sonst niemand. Die Einstellung zu den Kindern vom Gericht finde ich ebenfalls nicht in Ordnung, denn die können, wie gesagt nichts dafür.


5. ... Kommentar von kitten am Montag, 17.1.2011.

Tut mir Leid, aber ich kann es nicht nachvollziehen wie man ohne Hintergrundwissen einfach auf eine Person zeigt und sagt:”Selber Schuld!” . Wie bitte soll es Sozial zugehen, wenn selbst hier so gesprochen wird????

Im Normalfall wird ein solches Darlehen gewährt, allerdings mit der Zusatzoption das zukünftig das Geld direkt an den Stromanbieter überwiesen wird. Im übrigen wird dies bei Leuten mit eventuellen Vorgeschichten (Drogen- oder Alkoholabhängigkeit) ohne wenn und aber gemacht. Diese Familie tut mir allerdings Leid, denn jetzt werden die Kinder aus der elterlichen Wohnung genommen und in Pflegefamilien übergeben.

Es tut mir wirklich Leid, aber ich kämpfe mittlerweile wegen Sonderbedarf vor dem Landessozialgericht. Die ARGE und das Sozialgericht sind sich einig über ihr falsches Vorgehen und zu dem ziemlich dumm.

Also bitte, niemand weis weshalb sowas geschieht und nicht jeder H4 Empfänger hat im Hintergrund ne Mama, Freund/in oder sonst was wo hilft!!!


6. ... Kommentar von Roland am Montag, 17.1.2011.

Ja, mit diesem “Normalfall” hat die Dame wohl auch gerechnet. “Och, ich geb mein Geld mal für andere Sachen aus, das Amt zahlt mit später ein Darlehen, habe doch Kinder und das Darlehen bekommen sie eh nie zurück, ich werd ja bis ans Lebensende von Sozialleistungen leben. Immerhin habe ich Kinder.”

Das Amt und die studierten Richter sind dümmer als du? Zumindest deine Rechtschreibung lässt auf was anderes tippen.

Wenn man den Artikel aufmerksam liest, dann liest man auch, dass die Mutter Geld für Strom bekommen hat und diesen einfach nicht bezahlt hat. Die Schuldfrage erscheint da wohl ziemlich eindeutig.

Wie “unschuldig” die Mutter ist, darüber kann man sich ja im ausführlichen Beschluss ein Urteil bilden: sozialgerichtsbarkeit.de
Die hat nämlich nicht nur Miete und Strom nicht gezahlt, sondern auch noch Einkommen verschwiegen.

Und dann die Hand aufhalten? Ich glaube, mein Schwein pfeifft! Ganz ehrlich: wer so verantwortungslos handelt als Elternteil, dem sollte man einfach die Kinder wegnehmen! Damit sie was anderes vorgelebt bekommen und später nicht genauso werden!


7. ... Kommentar von Waldfeedd am Montag, 17.1.2011.

Natürlich sind die Leidtragenden die Kinder, keine Frage. Aber es liegt doch in der Verantwortung der Mutter, dafür zu sorgen, dass es den Kindern gut geht. Offenbar sah sie sich nicht in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Kinder abends das Licht in ihren Zimmern anmachen können, geschweige denn, dass diese ein warmes Essen bekommen. Die Mutter hat lediglich die Quittung für ihre finanzielle Misswirtschaft bekommen. Und dann aber losgehen und jammern. Genau solche Leute sind es doch, die dafür sorgen, dass man als Hartz IV-Empfänger so schlecht behandelt wird und einem ständig das Gefühl entgegen schlägt, dass man überhaupt kein Recht auf dieses Geld hätte.

@ erika: Man kann die ARGE auch bitten, genau, wie bei der Miete, dass der Strom direkt überwiesen wird und man das Geld gar nicht erst in die Finger bekommt. Das wäre die logische Konsequenz, die die ARGE jetzt daraus ziehen müsste, um die Stromversorgung sicher zu stellen.

Natürlich leiden die Kinder jetzt unter der Situation. Aber, hatte das Gericht denn eine andere Wahl als diese, um dieser verantwortungslosen Mutter eine Lektion zu erteilen, damit sie lernt, dass falsches Handeln auch Konsequenzen hat?


8. ... Kommentar von Waldfeedd am Montag, 17.1.2011.

@ kitten: im Normalfall wird so ein Darlehen nicht gewährt, wenn man die Abschläge für den Strom bereits erhalten hat und diesen damit hätte auch bezahlen müssen.

Wenn man seinen Strom regelmäßig jeden Monat bezahlt hat und muss trotzdem etwas nachzahlen, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.


9. ... Kommentar von fat man am Montag, 17.1.2011.

Die Stromabschläge nicht zu zahlen kann ganz schnell gehen, zb braucht man das Geld für Medikamente oder Kleidung oder Fahrkosten zum Arzt oder fürs Essen. Wenn dann noch ne Sanktion im Raum steht, ist so was unausweichlich VORPROGAMMIERT ….. aber von der Arge.

Ein Freund hatte so eine Sanktion, 100% + Mietanteil und zu Unrecht. Dass die Familie den nicht verhungern lässt ist nicht nur klar, sondern menschliche Pflicht. Und dass da mit den Energieanschlägen geschludert wurde war auch klar da AL sonst ja nicht sparen kann da zuvor schon alles an ihm gespart wirde was irgendwie politisch zu machen war und das hat das Existenzminimum schon unterschritten.


10. ... Kommentar von AnnMcCat am Montag, 17.1.2011.

Was wird denn im Regelsatz gezahlt für Strom?? Und wie sieht die Realität aus?? Diese Kosten sind doch vom Anteil im RS schon lange nicht mehr zu begleichen.
Ich finde auch das das die Mutter eine Mitschuld trägt, aber sie jetzt hängen zu lassen finde ich auch nicht richtig.
Wie es zu regeln wäre wurde ja hier schon geschrieben.
Ich zahle meine Abschläge zwar…aber auch ich habe schon mal einen zurück gebucht, weil ich sehr in Not war.
Also Ihr wisst ja wie das ist mit dem Stein und edr Schuld. *o)


11. ... Kommentar von Diabetiker am Montag, 17.1.2011.

Auch ich bin der Meinung, dass die Mutter (von drei minderjährigen Kindern!!!) die Hauptschuld trägt. Auch ich bin seit Jahren arbeistlos, habe niemanden der mich finanziell unterstützen könnte und zahle meine Abschläge für Strom regelmäßig. Genau wie die monatliche Miete so zählt auch der Energieabschlag zu den wichtigsten Dingen, die von einem normal denkenden, erwachsenen Menschen zu zahlen sind. Noch dazu, wenn Kinder im Haushalt befinden. Wie verantwortungslos muss diese Mutter sein, ihre drei Kinder in einem dunklen Zimmer wohnen zu lassen. Wenn es finanzielle Engpässe gab, hätte die Mutter als Erstes mit dem Energieunternehmen sprechen müssen. da gibt es (fast) immer einen Weg. Auch wenn durch andere Ausgaben (Medikamente usw.) das Geld so knapp sein sollte, bliebe der Mutter einfach nichts weiter übrig als den Strom zu bezahlen und dafür an anderer Stelle zu sparen, vielleicht ist sie ja Raucherin… im Interesse der Knder. Sich aber jetzt hinzustellen und die Kinder vorzuschieben ist wohl nicht die feine englische Art. Aber warum soll man (Frau) sich das Leben so schwer machen, wenn man denkt, dass es doch so einfach sein könnte und die ARGE mit einem Darlehn aushilft bzw. man (Frau)auf gnädige Richter hofft.


12. ... Kommentar von Roland am Montag, 17.1.2011.

Aus dem Beschluss:

“Die R GmbH I teilte der Antragstellerin zu 1) mit Schreiben vom 17.10.2008 mit, dass sie ab dem 01.11.2008 auf ihre Stromlieferung einen monatlichen Abschlag von 60,00 Euro…”

Im Regelsatz sind 20,74 Euro für Strom enthalten (also bei 359 Euro): hartz4idee.wordpress.com.

Mit der Mutter leben zusammen:

“Die 1967 geborene Antragstellerin zu 1) ist die Mutter der 16 Jahre alten Antragstellerin zu 2), der 15 Jahre alten Antragstellerin zu 3) und des 9 Jahre alten Antragstellers zu 4).”

16 und 15 bekommen je 287 Euro Regelsatz, also 80% davon. 80% von 20,74 Euro sind dann 16,60 Euro pro Person für Strom.

Das 9 jährige wäre mit 251 Euro Regelsatz zu berücksichtigen, das sind 70% von 359 Euro. 70% von 20,74 Euro sind dann 14,52 Euro für Strom.

Also hat sie für Strom mit den Regelsätzen erhalten: 20,76 Euro + 16,61 Euro + 16,61 Euro + 14,53 Euro = 68,51 Euro monatlich.

60 Euro hätte sie bezahlen müssen.

Die Arme… Mit so einer Mutter ist man schon gestraft. Hoffentlich sind die Kinder nicht schon so geschädigt, dass sie mal genauso werden.


13. ... Kommentar von Don Petro am Montag, 17.1.2011.

Ja Leute bei Hartz IV steht oft die Frage
Strom oder Essen.


14. ... Kommentar von Turrican4D am Montag, 17.1.2011.

Frau Roland, Sie haben die Warmwasserbereitung vergessen.

@Thema
Was sind schon 1200,- Euro Schulden, wenn seit dem 01.01.2005 jeder Bedürftige um über 2000,- Euro im Jahr betrogen wurde?


15. ... Kommentar von fat man am Montag, 17.1.2011.

@Roland
ach ja, und die kinder dürfen das zu recht ausbaden, was? Das ist unschwer als Sippenhaft zu sehen. Aber manchem ist es eh wurscht wer für das ursächliche Versagen von Staat und Gesellschaft die Zeche zahlt.


16. ... Kommentar von Roland am Montag, 17.1.2011.

“@Roland
ach ja, und die kinder dürfen das zu recht ausbaden, was?”

Wie schon gesagt: den Kindern kann fast nichts besseres passieren, als mal am eigenen Leib zu erleben, dass das Leben auf Steuerzahlerkosten doch nicht so bequem ist, wie es Mama vorgelebt hat.

Und von mir aus kann man solch einer verantwortungslosen Person auch gern die Kinder wegnehmen. Dann wird vielleicht wenigstens was Vernünftiges draus.

Wenn normal arbeitende Menschen, die knapp überm ALG 2 liegen, ihren Strom nicht bezahlt haben, schreit auch keine Kröte danach. Aber Almosenempfänger bekommen den Rachen nicht voll genug. *Kotz*


17. ... Kommentar von Sancho am Montag, 17.1.2011.

Dies zeigt die unmenschliche und Scheinheiligkeit der Rechtslage der Sozialgesetze seit Hartz IV, die durch die anstehenden Änderungen noch schlimmer werden soll. Diese Rechtslage passt zu der scheinheiligen und hinterhältigen Politik dieser chaotischen Merkelregierung Made in DDR, zu der die SPD die glanzvolle Vorarbeit geleistet hat. Das kann auf die Dauer ohne Konflikte nicht gut gehen.


18. ... Kommentar von fat man am Dienstag, 18.1.2011.

Wenn normal arbeitende Menschen knapp über dem ALG II liegen……. sind sie nur blöd dass sie dafür arbeiten gehen. Sie sollten besser mit dem Hintern zu Hause bleiben statt sich für die Aubeuter abzurackern un dso was wie dir die Rentenzahlungen oder sonstigen Profit zu erarbeiten.

….mag er doch bitte an seinem erbrochenem ersticken.


19. ... Kommentar von Peval am Dienstag, 18.1.2011.

Die Mutter mal aussen vor!!!
Wo ist der Schutz der KINDER?
Warum werden diese mitbestraft!

Ich finde schon,das der Strom angeschaltet werden muss,weil es ohne nicht mehr geht,es sei denn,man hat noch KOhleöfen,und kann Essen und Wasser warm machen!! Und die Bude ist warm!

Aber wer hat das heute noch?
Daher ist STROM ja leider ZWEINGEND NOTWENDIG GEWORDEN!
Ein Lagerfeuer im HOF wird konsequenzen haben!

Habt ihr begriffen,ihr,die auf die MUTTER einprügeln?


20. ... Kommentar von Martina Andersrum am Dienstag, 18.1.2011.

- “Die Mutter allein ist für die Kinder verantwortlich.”
- “Vielleicht ist die Mutter Raucherin.”
- “Mir geht es ja auch schlecht.”
- “Es tut den Kindern mal ganz gut, dass sie das erleben.”

Mir wird ganz übel von soviel Menschenverachtung. Ihr Zyniker könntet alle bei der Arge anheuern. Die nimmt Euch mit Kusshand.


21. ... Kommentar von Diabetiker am Dienstag, 18.1.2011.

@Martina Andersrum
Was bitte ist an der Aussage ” Auch wenn durch andere Ausgaben (Medikamente usw.) das Geld so knapp sein sollte, bliebe der Mutter einfach nichts weiter übrig als den Strom zu bezahlen und dafür an anderer Stelle zu sparen, vielleicht ist sie ja Raucherin…” zynisch? Wenn, dann soltte man sich schon die Mühe machen und den ganzen Satz beurteilen und sich nicht einfach nur der Wortfetzen “Vielleicht ist die Mutter Raucherin” herauspicken. In meinen Augen wäre dort nun mal eine der Einsparmöglichkeiten, wenn die Mutter kein oder zu wenig Geld haben sollte. Wie kann sich ein Betrag in Höhe von 1150 € anhäufen, ohne das man vorher etwas dagegen unternimmt. Wie gesagt, der erste Ansprechpartner wäre das Energieunternehmen. Sich aber einfach hinstellen und sagen ich zahle nicht, ich habe kein Geld, dann klage ich eben, dass geht doch einfach nicht. Im Übrigen, hat die Mutter keine Angehörigen (Eltern, Geschwistwer u. a.), die sie evtl hätten unterstützen können. Was ist mit dem Vater, bei drei Kindern muss es doch wenigstens einen Vater geben!? Wenn man der Mutter das jetzt nicht rechtzeitig beibringt, dass es so nicht geht, lernt sie es wahrscheinlich nie, mit dem wenigen Geld auszukommen, wie es nun mal jeder andere Hartz IV Empfänger auch tun muss. Energiekosten, sind neben den Mietkosten, einfachl das Wichtigste, was gezahlt werden muss. Sicher sind die Kinder die Leidtragenden, aber daran hätte die Mutter eben früher denken müssen. Auch du Martina und ich müssen unsere monatlichen Fixkosten regelmäßig bezahlen oder etwa nicht? Auch ich lese aus dem obigen Artikel heraus, dass die Mutter bereits Geld für die Stromkosten bekam, diese aber leider nicht beglichen hat. Wer wenn nicht sie, soll dann daran schuld sein!
” Ihr Zyniker könntet alle bei der Arge anheuern. Die nimmt Euch mit Kusshand.” Das ist in meinen Augen zynischer Blödsinn.

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22. ... Kommentar von Roland am Dienstag, 18.1.2011.

Hat sich überhaupt mal einer den genauen Beschluss durchgelesen? Offensichtlich nicht, sonst kämen keine Aussagen, wie “Bude wird kalt”, die Heizung ist nämlich nicht betroffen!

Im Übrigen hat die Dame neben ihrem Nichtbezahlen von Strom auch noch Einkommen verschwiegen.

Und wenn wir schon von “Made in DDR” reden: sowas hätte man zu DDR Zeiten die Kinder weggenommen und als Asoziale entsprechend § 249 StGB der DDR weggesperrt.

Auf die Mutter einprügeln? Jepp, sie hat es auch mehr als verdient. Sowas verantwortungsloses gibts ja wohl nicht nochmal.

Wobei sie bei Kindern ab 9 Jahren in der DDR ihren Arsch hätte bewegen und in Vollzeit arbeiten müssen. Da gabs nämlich keine bequeme “Stütze”!!!


23. ... Kommentar von kitten am Mittwoch, 19.1.2011.

Okay, ich gebe zu das ich das genaue Urteil nicht gelesen habe. Wenn die Mutter Einnahmen verschwiegen hat und ihr ALG2 Geld für “sonstiges” ausgab, so tun mir lediglich die Kinder leid.

Mir sind genug Mütter bekannt die genauso vorgegangen sind, was ich immer verabscheute….wer 2000 im Monat Heim schleppt kann auf Almosen verzichten. Dies ist meine bescheidene Meinung.

Ich würde allerdings auch nicht die DDR hoch loben!!! In der DDR wurden Kinder wegen banalen Dingen eingezogen und entfremdet!!! Ich war 3 Jahre in einer Wochenkrippe weil meine Mutter nicht in der Partei war und arbeiten musste!!! Hatte ne Mutter keine wohnung drohte man ihr. Als mein Stiefvater die Koffer packte wurde er an der Stadtgrenze aufgefangen, meine Mutter über Stunden verhört und ich sollte ins Heim!!! So was zu huldigen ist meiner Meinung nach Blödsinn.

Aus dieser Zeit inkl. anderer Delikte die keinem Schwein in der Zone interessierten bin ich heute seelisch Behindert und muss mich weiter treten lassen…

In der Zone haben sich Familien gegenseitig verraten Kinder ihre Eltern, Eltern ihre Kinder. Dieses System gut zu heißen ist nicht nachvollziehbar…es gab zwar gute Dinge aber diese gehören nicht dazu!

Und…ich erhalte keine Opferentschädigung weil meine Akte und die vieler Kinder vernichtet wurden!!! Und das gerade in Thüringen, von dem man so gut wie nichts erfährt. Was soll man denken wer oben sitzt?? Ehemalige Stasimitarbeiter….meine ehemalige Familienhelferin hat damals 89 meine Mutter über 5 Stunden befragt. So viel zur DDR!!!!


24. ... Kommentar von Roland am Mittwoch, 19.1.2011.

In die Krippe ist fast jedes Kind gegangen, wenn keine Oma oder so zuhause war. Weil die Mütter gleich wieder arbeiten musste, egal, ob “Partei” oder nicht! Das ist absoluter Nonsens, den du da erzählst.

Im Übrigen komme ich auch aus Thüringen, wohne in der ehemaligen Grenzzone und mein Mann ist gebürtig sogar aus der Grenzzone, hat also weit mehr erlebt, als manche anderen. Fakt ist, dass in dem Fall die Mutter zu recht als “asozial” angeklagt worden wär, auch wenn der Paragraf sicherlich mitunter rechtsmissbräuchlich verwendet wurde.

Wäre es eine Mutter gewesen, die anstelle 1000 Euro vom Amt zu bekommen 1000 Euro verdienen würde und hätte die die Abschläge nicht bezahlt, hätte keiner der hier Rumkreischenden auch nur ein Wörtchen von “zynisch” und “perfide” in den Mund genommen. Da hätte es gehießen “selbst schuld, wieso arbeitet die für so einen Hungerlohn und lässt sich ausbeuten”. Dann hätte auch kein Hahn nach den “armen, armen” Kindern gekräht.

Die fallen den Rumkreischern nämlich immer erst dann ein, wenn sie “zu was gut” sind. Nur wurde dem hier endlich mal der Riegel vorgeschoben. Wurde langsam Zeit.


25. ... Kommentar von Turrican4D am Mittwoch, 19.1.2011.

@Frau Roland
Wie lebt es sich eigentlich mit soviel Hass im Leib? Ihre arme Seele.


26. ... Kommentar von Roland am Donnerstag, 20.1.2011.

Hass? Wieso Hass? Ich empfinde Genugtuung dafür, dass einer solchen Rabenmutter mal die Harke gezeigt wurde. Denn eine Rabenmutter ist das ja wohl, die bei vollem ALG 2, nebenbei noch nicht angezeigten Einnahmen aus Jobs die gerade mal 60 Euro für Strom nicht bezahlt und damit ihre Kinder in Not bringt.

Mit welchem Recht hier diese Frau auch noch für ihr Verhalten belohnt werden sollte, entgeht mir nunmal etwas. Wenn ich morgen meinen Strom nicht mehr bezahle und er mir irgendwann abgeklemmt wird, kräht auch kein Hahn danach. Obwohl ich auch Kinder habe.

Vielleicht sollten mal Einige versuchen, ihr Hirn einzuschalten.


27. ... Kommentar von Molley am Dienstag, 12.7.2011.

Hi

Naja alle meckern auf der Mutter rum, nur ist es immer so einfach?
man sollt das Pferd nicht von hinten aufzäumen.
jeder kann in solch eine Lage kommen wo man sich entscheiden muss was mehr oder weniger gebraucht wird. es ist nun mal passiert das sie sich gesagt das essen oder andere Sachen wichtiger sind als Strom, dafür hat sie nun die Quittung bekommen und ist bestraft genug.
es gibt andere die bekommen nur fürs da sitzen und ne Hand heben, Diäten und sonstige Vergünstigungen , kommt aber sone arme Frau mal in die Lage etwas zu verlangen wird nur gemeckert.


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