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Sonntag, der 21. Dezember 2014   English  English flag    French  French flag

 

Kampf gegen Dumpinglöhne in der Weiterbildungsbranche

Seit öffentlich finanzierte Weiterbildungsmaßnahmen ausgeschrieben werden und in erster Linie der billigste Anbieter den Zuschlag erhält, befinden sich die Gehälter der Weiterbildner, der Lehrkräfte, der AnleiterInnen, der PädagogInnen und SozialpädagogInnen und weiterer Beschäftigter in dieser Branche im freien Fall nach unten, denn die Weiterbildungsmaßnahmen sind personalintensiv und hier liegt für Bildungsträger am ehesten die Möglichkeit zu sparen, um andere Anbieter unterbieten zu können. Prekäre Beschäftigung in der Weiterbildungsbranche hat mittlerweile ein unerträgliches Ausmaß erreicht.

Die Gewerkschaften verdi und GEW hatten unter Bundesarbeitsminister Scholz versucht, Mindestlöhne und Mindestarbeitsbedingungen für die Weiterbildungsbranche zu erreichen. Die Verhandlungen über den Mindestlohn in der Weiterbildungsbranche waren mit der neuen schwarz-gelben Regierung erst einmal weg vom Tisch.

Frau von der Leyen will den ausgearbeiteten Branchentarifvertrag nicht als allgemein verbindlich erklären. Die Gewerkschaften haben eine Unterschriftenkampagne gestartet, in der deutlich gemacht werden soll, dass Mindeststandards für MitarbeiterInnen in der Weiterbildungsbranche unerlässlich sind. Machen Sie bitte diese Kampagne, den WEIMARER AUFRUF in Ihren Verteilern bekannt. Über 7000 Menschen haben schon unterschrieben, und es werden täglich mehr!

Der Aufruf kann online unterzeichnet werden unter: Klick

Weitere Infos auf der Seite http://www.gew-bildungsmarkt.de

Quelle: Zuschrift an Sozialticker von Bettina L.

Startseite - Veröffentlicht am: 17. Januar 2011 um 9:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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4 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von Braunes Hartz am Montag, 17.1.2011.

Was bitte versteht man unter WEITER-Bildung ? Sind das etwa die berüchtigten “Maßnahmen”, mit denen die Unterschicht aus der Arbeitslosenstatistik geprügelt wird, die Maßnahmen, die nichts bringen, nur den Nutznießern und Profiteuren? Die semantische Entgleisung des “Weiter” ist so verräterisch - Es wird WEITER-gebildet - wohin eigentlich, und was will man mit diesem WEITER ausdrücken ? Ich meine, dieses semantische Präfix will etwas kaschieren, nämlich dergestalt, daß der Bildungsbegriff hier in einem Sinn verwendet wird, der im Ergebnis ein auf-den-Kopf-stellen darstellt, ein zynischer Mißbrauch eines Begriffes, mit dem man gerade das explizite Nichtvorhandensein eines entsprechenden Bildungsangebotes umschreibt. “Weiterbildung” heißt in diesem Zusammenhang dann, daß man eine Maßnahme durchführt, diese verpflichtend, also zwangsweise dem Verpflichteten auferlegt, sich aber die Bezeichnung “Weiterbildung” zurechtlegt, um der Rechtswidrigkeit zu entkommen. Der Ausdruck “WEITER-Bildung” drückt hier aus, daß eben gerade keine Bildung vorliegt - sondern Drangsale. Eine solche Drangsale aber verdient keine Unterstützung und überhaupt keine Bezahlung. Drangsalierer in diesem Bereich sollten sich auf andere, rechtschaffende Art bewähren, zum Beispiel “Putzen gehen”. Solche “WEITER-” Bildung gehört abgeschafft und mit ihr die Profiteure derselben.


2. ... Kommentar von Nick am Montag, 17.1.2011.

Die HERKUNFT ist ausschlaggebend, nicht die BILDUNG! Wie soll man sich denn sonst erklären, dass solche VOLLIDIOTEN unser Land regieren?


3. ... Kommentar von AbisZ am Dienstag, 18.1.2011.

… ob die G´scheiten in der Weiterbildungsbranche für einen Mindestlohn für ALLE eintreten würden?

Ich bin der Meinung, dass sich besonders ver.di viel MEHR für MindestEINKOMMEN aller stark machen sollte. Ungleichbehandlung einzelner Branchen durch ver.di finde ich schwach !! Hinter JEDEM Arbeitsplatz steckt ein MENSCH mit dem Recht auf würdevolles Leben - ohne Aufstockung.


4. ... Kommentar von Turrican4D am Dienstag, 18.1.2011.

@Braunes Hartz
Von mir auch kein Mitleid. Das wäre ja so, als ob man im Dritten Reich die SS-Wärterinnen in Dachau wegen ihres geringen Lohns bemitleidet hätte, statt die dort eingepferchten Menschen.


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