Junge – Junge – Junge … Respekt – man kann sogar Kabarett


… und dies sogar auch noch auf höchstem Niveau, was man gar nicht erst zutrauen wollte, als das Amt übernommen wurde. Wie immer im Leben, kommen die besten Pointen erst, wenn eine entsprechende Reifezeit ins Land gegangen ist und sich der Witz des Wortes – wie Käse oder leckerer Wein entfalten konnte. Schade, dass die Zeit der schönen Worte bald vorbei ist, denn wir hätten dazu noch so manche Frage gehabt – getreu der Ansprache, welche hier im Volltext einsehbar gehalten wird.

Einige Fragen wären zum Beispiel,

– ob man die zunehmende Kinderarmut nicht bemerken wollte
– und was mit deren Eltern wohl passiert sein muss, dass die Kinder kaum noch was zum Fressen haben trotz 3fachem Minijob in staatlicher Aufstockung
– wieso Leihbuden durch Menschenhandel im Verleih von Arbeitskräften sich etablieren konnten
– wieso das gesamte Lohngefüge dank einer menschenunwürdiger Hartz IV Gesetzgebung zur Sklaverei sich erheben konnte
– und wieso ein jeder Bürger mal wieder lückenlos abgehört wird
– wobei die Schulen inzwischen verrotten, gestriges Wissen vermittelt und neue Medien wegen Geldmangels nur im Nachmittags-TV für Bildung beitragen
– warum mit „Made in Germany“ … weiterhin Menschen im Umland getötet werden und der Hass bereits retour im Anmarsch sich befindet
– warum der Spruch: „… niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen“ heute wieder so in ist
– warum die Schere zwischen Arm und Reich schon derart weit klafft, dass es keine Schere mehr in einem Stück sein kann
– und warum unsere Kinder in der Schule schon zum Kriegsdienst angeworben werden müssen
– weshalb es ein Rudel von 200 Frauen bedarf, um sich des Lohnes zu erkunden, während Einzelne sich das 1000fache an Rente an einem Tage genehmigen
– wieso die Freiheit nur Makulatur und auf dem Papier toll glänzt, jedoch in Wahrheit per Ortsanwesenheitsanordnung unter Strafe steht
– und warum die Erbauer des Landes kollektiv in die Altersarmut entlassen werden
– oder per Gesetz ihnen auch die Existenz entzogen werden kann und
– warum Flaschensammeln als Einkommen zählt, jedoch Regierungsdiäten als klimpernde Portokasse belächelt wird
– wieso ein Rechtssystem sich geteilt hat und die „Armen gehängt … und Reiche gar nicht erst anklagt“ werden
– warum das Gesundheitssystem mit dem Pflegesystem im kollabieren sich befindet und
– wieso es auch keine Chancengleichheit gibt und schon gar nicht in selbigem Amt
– wieso, weshalb und warum … ach, da sind ja noch sehr viele Fragen offen … aber die Zeit läuft ja …

… und dann wurde gefragt:

„Deshalb möchte ich heute nicht nur fragen: Wie soll es aussehen, unser Land? Ich möchte auch fragen: Was können wir unseren Kindern und Enkeln mitgeben, damit dieses friedliebende, freie und soziale Deutschland erhalten und entwickelt werden kann?“ Quelle

Kurze Frage … war dies nun wirklich ernst gemeint? Wurde die Rede selbst geschrieben, oder einfach nur verlesen? Wir glauben, solche Fragen kommen am Ende einer Amtszeit wohl bisschen zu spät – aber es kommt schon nötiger Respekt auf, wie man im Schloss mit Riegel solch tolle Zeilen verfassen konnte. Hut ab … und trotzdem ärgerlich – hätte man uns doch nur eher auf diese Fragen aufmerksam gemacht, wir hätten den Mann zu gerne mal eingeladen, um sein Umfeld (außerhalb des Zaunes) näher mal anzuschauen … aber so nun … Schaaaaade – nicht nur der Sozialticker hätte all seine Fragen gerne am örtlich praktischem Beispiel beantwortet.

Aber einen Absatz möchten wir besonders herausheben und diesen als „Lieblingsabsatz“ kennzeichnen:

„Erst pflügte sie die Gesellschaft mit einer Plötzlichkeit ohnegleichen um und schuf gewaltigen Reichtum ebenso wie schreiendes Elend.“ Quelle

… welchen wir mit folgendem Fazit beenden wollen: „Wie Recht sie doch haben … Danke, dass wir solche Zeilen noch erleben durften … Danke !!!“

18. Januar 2017

1 Kommentar

  1. Diese Fragen werden sicherlich nicht beantwortet werden und runden das derzeitige Bild ab. Mich schmerzt nur das viele Geld für die vielen Präsidentenrenten welches besser angelegt werden könnte als im Zapfenstreichen. Vielleicht dort, wo diese Personen meinten, es sei alles glänzend. Bei Kindern oder Obdachlosen ihrer Amtszeiten.

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