Jobcenter Heldin bekommt bundesweite Unterstützung


Was der Sozialticker am 10.01.2017 versprach – löst dieser am heutigen Tag auch ein:

„Eine sehr couragierte und mutige Streiterin gegen Unrecht und Willkür in Jobcentern braucht unsere Hilfe, auf die ich in der letzten Woche durch einen Artikel in der Frankfurter Rundschau gestoßen bin. Die Jobcenter-Fallmanagerin aus Osterholz-Scharmbeck bei Bremen hatte sich geweigert, rechtswidrige Sanktionen – sprich: Kürzungen – gegen Hartz-IV-Bezieher zu vollstrecken.

Sie hat sogar ihren eigenen Arbeitgeber, das Jobcenter, wegen seiner schikanösen Praktiken verklagt, scheiterte aber vor Gericht. Nun ist sie selbst arbeitslos und hat 3.000 Euro Schulden für die Gerichtskosten. Ich habe mit dem zuständigen Korrespondenten der Frankfurter Rundschau direkt Kontakt aufgenommen. Es gibt überhaupt keinen Zweifel am Wahrheitsgehalt seines Berichtes. Auch mit der ehemaligen Jobcenter-Mitarbeiterin habe ich gesprochen.

Diese couragierte Frau hat unsere Unterstützung verdient. Lassen wir sie nicht allein auf ihren Schulden sitzen, die ihr durch ihren Einsatz und ihren Kampf entstanden sind. Jeder einzelne Euro hilft und ist ein Zeichen der Solidarität mit dieser wackeren Frau und gegen Sanktionen in Hartz IV…”

Quelle: LabourNet Germany

Somit sollte die „Heldin des Tages“ bereit zum Spendenempfang sein und auch bundesweite Danksagungen sie ereilen. Organisator der Spendenaktion ist Ulrich Schneider

K L I C K zur S P E N D E

30. Januar 2017

2 Kommentare

  1. Immerhin 2.253,13 € sind zusammen gekommen.

  2. Sozialticker

    31. Oktober 2017 um 11:51

    Jobcenter Rebellin Jana Grebe erhält Preis für Zivilcourage

    Die „Jobcenterrebellin“ Jana Grebe wurde am 29. Oktober mit dem „Preis für Zivilcourage“ durch die Solbach-Freise-Stiftung ausgezeichnet. Jana Grebe arbeitete bis zu ihrer Selbstkündigung als Fallmanagerin im Jobcenter in Osterholz-Scharmbeck und hat gegen rechtswidrige Arbeitsaufträge rebelliert. Hier die Webseite der Stiftung und die Laudatio von Inge Hannemann.

    Meinerseits einen herzlichen Glückwunsch an die Kollegin für die Ehrung, die sie sich wirklich verdient hat. Viele Jobcentermitarbeiter*innen finden es zwar immer wieder nicht in Ordnung was sie so angewiesen bekommen, aber wer wehrt sich schon offensiv dagegen und sagt, bei Rechtsbruch mache ich einfach nicht mit. Das sind wenige, daher Hut ab vor dem Mut der Kollegin.

    Quelle: Tacheles

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