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Internationaler Frauentag! / Minister Armin Laschet und Minister Laumann: Landesregierung unterstützt Frauen auf ihrem Weg zurück in den Beruf

Das Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilen mit:

Immer mehr Frauen wollen beides: Beruf und Familie. Doch stehen sie gerade beim Wiedereinstieg in den Beruf auch heute oftmals noch vor großen Hürden. So zeigen Zahlen des Familienministeriums, dass allein in Nordrhein-Westfalen über 300.000 Mütter gerne wieder arbeiten würden – doch nur rund 40 Prozent von ihnen suchen aktiv eine Beschäftigung, knapp 60 Prozent haben sich wegen mangelnder Erfolgsaussichten gleich ganz vom Arbeitsmarkt zurückgezogen.

„Viele Arbeitgeber sind sich offensichtlich über das Potenzial an Quali­fikation und Leistungsbereitschaft, über das Frauen verfügen, gar nicht bewusst. So ist die Erwerbsquote hochqualifizierter Mütter von 1997 bis 2005 nur geringfügig von 66 Prozent auf 68 Prozent gestiegen – hier besteht noch ganz erheblicher Handlungsbedarf“, unterstrich Familien­minister Armin Laschet heute (7. März 2008) in Düsseldorf mit Blick auf den morgigen Internationalen Frauentag.

Auch Arbeitsminister Karl-Josef Laumann betonte: „Die Rückkehr in den Beruf nach einer Familienphase ist für Frauen nach wie vor eine große Hürde und oft mit Abstrichen bei der Qualität des Arbeitsplatzes verbun­den. Die Landesregierung bietet daher den Frauen in Nordrhein-West­falen tatkräftige Unterstützung, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und im Beruf entscheidend zu verbessern. Denn Gleichberechtigung muss vor allem auch auf dem Arbeitsmarkt gelten!“

Frauen- und Arbeitministerium bauen derzeit gemeinsam ein bundes­weit einmaliges Serviceangebot auf, das Orientierung und Informationen zum beruflichen Wiedereinstieg bereitstellen wird. „Es soll Rat suchen­den Frauen Antworten bieten und bei Bedarf an eigentlich zuständige Beratungseinrichtungen oder vorhandene Informationsangebote weiter verweisen. Hierfür werden die beiden Ministerien die bereits in ver­schiedenen Feldern erfolgreich betriebenen Servicemodule CallNRW und KomNet zu einem integrierten Gesamtkonzept verknüpfen“, kündigte Armin Laschet an. Minister Laumann ergänzte: „Wahrschein­lich schon im Mai werden wir mit unserem Angebot starten können. Interessierten Frauen bieten wir dann praxisnahe Hilfestellung, sowohl telefonisch als auch mit einer eigenen Website.“

In Ergänzung zu diesem Serviceangebot für Wiedereinsteigerinnen hat das Arbeitsministerium das Handlungsprogramm „Brücken bauen in den Beruf“ gestartet. Mit verschiedenen Maßnahmen sollen hier Berufsrück­kehrende informiert und aktiviert sowie arbeitspolitische Förderan­gebote, wie z.B. der Bildungsscheck NRW, gezielt zur Unterstützung von Berufsrückkehrenden genutzt werden. „Frauen bringen heute gute Qualifikationsvoraussetzungen mit. Nach einer längeren Familienphase brauchen sie aber oftmals eine individuell zugeschnittene Schulung, um wieder im Berufsleben zurecht zu kommen“, erklärte Minister Laumann. „Daher haben wir den Bildungsscheck auch für Berufsrückkehrerinnen geöffnet. Seit Februar haben neben Beschäftigten nun auch Berufsrück­kehrerinnen die Möglichkeit, vom Land einen Zuschuss von bis zu 500 Euro für ihre Weiterbildungsmaßnahme zu erhalten.“

Um für das Thema “Berufsrückkehr” vor Ort neue Partner vor allem aus der Wirtschaft und bei den Bildungsträgern zu gewinnen, hat Ende des vergangenen Jahres das nordrhein-westfälische Frauenministerium die Initiative „Netzwerk Wiedereinstieg” gestartet. Im Rahmen dieser Initi­ative werden Aktivitäten zur Unterstützung der Berufsrückkehr gefördert. Die Projekte müssen jeweils zwischen Kommune, Arbeitsverwaltung und Bildungseinrichtungen abgestimmt sein. So entstehen lokale Netz­werke, die sich der Förderung des Wiedereinstiegs in besonderer Weise verpflichtet fühlen. “Diese neuen Formen der Kooperation nützen nicht nur den Frauen, sondern stärken auch die Zusammenarbeit wichtiger lokaler Institutionen in Fragen der Gleichstellung”, hob Laschet hervor.

Hintergrund:

Weitere Informationen über die Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Frauen finden sich in der vom Frauenministerium veröffentlichten Studie „Frauen zwischen Beruf und Familie. Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen 1997 - 2005″, die auf der Website des Frauenministeriums – www.mgffi.nrw.de – publiziert ist.

Informationen zum Bildungscheck NRW stellt die Website www.bildungsscheck.nrw.de bereit.

Quelle: Landesportal NRW - Presseservice

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