Wenn die Kupplung versagt

Es war gestern. Ich kam von Regensburg auf der A93 und nahm, wie immer, die heimatliche Ausfahrt Elsendorf. Die enge Kurve der Ausfahrt, bremsen, runterschalten – ein vollautomatischer Ablauf, irgendwo im Hintergrund der eingeübten Gewohnheiten.

Diesmal jedoch war es anders. Der linke Fuß trat ins Leere. Ist das möglich? Einfach neben den Kupplungshebel zu treten? Die rechte Hand immer noch am Schaltknüppel suchte der linke Fuß nach dem Kupplungspedal. Es war nicht mehr da. Der Bremsfuß und die linke Hand hatten das Auto derweil durch die Kurve gebracht. Allmählich kam das Großhirn zum Schluss, dass die Kupplung kaputt, das Auto ohne Antrieb sei – und dass das Auto vielleicht noch hundertfünfzig, vielleicht auch noch 200 Meter rollen würde. Noch in der Ausfahrt entdeckte ich ein breiteres Stück befestigten Seitenstreifens. Warnblinkanlage, bremsen, rauslenken, aus.

Mit einer guten Werkstatt in meiner unmittelbaren Nachbarschaft war der Abschleppwagen in weniger als fünf Minuten da und nach zehn Minuten war ich mit dem Leihwagen zuhause. Alles gut.

Da es zu meinen wesentlichen Eigenschaften gehört, in Analogien zu denken, hat mich diese kleine Unpässlichkeit meines Autos allerdings weiter beschäftigt.

( … )

Vollständiger Artikel und Quelle: Egon W.Kreutzer

1. November 2016