Immer mehr Kommunen erkennen - Bund lockte mit Hartz-IV-List
Nach mehr als 2 Jahren begreifen nun endlich auch die letzten Kommunen, auf welche List sie reingefallen sind, als der Bund noch beschönigend die Vorzüge einer Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe beschlossen.
Statt das bei Personalkosten eingespart werden kann und auch bei der Anzahl der Bedarfsgemeinschaften ein Rückgang zu verzeichnen ist, erhöhen sich stattdessen Monat für Monat die Ausgaben.
Nun hat auch die Kreisverwaltung im Rheingau-Taunus Kreis diese bittere Erfahrung machen müssen. Innerhalb von vier Jahren ist der Personalaufwand von 23,8 auf knapp 27,8 Millionen Euro gestiegen. Außerdem stieg die anfängliche Anzahl von 2800 Bedarfsgemeinschaften im Rheingau-Taunus, für die der Landkreis als HartzIV-Folge 71 Prozent der Unterkunftskosten bezahlt, auf fast 4000.
Es darf also resümiert werden: Die Arbeitsmarktreform hat auf Seiten der Kommunen und Leistungsempfänger nur Verlierer hervorgebracht. Ein Umdenken von Seiten der Regierung ist nicht zu erkennen, statt dessen wird mit immer weiteren verwirrenden Korrekturen versucht, zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
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