Das Sozialtickerportal
Home | Der Sozialticker e.V. | Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutzerklärung | Nutzungsbedingungen | Kontakt

Montag, der 21. Mai 2012 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Im Endeffekt bleibt eine Eurodiktatur

Eines steht fest. Die Eurobonds werden kommen. Nur wenn die Staaten Europas gemeinsam Geld am Weltmarkt aufnehmen, bleiben die Zinsen für alle bezahlbar und nur damit bleibt der Euroraum mittelfristig existent. Ob das auch langfristig etwas bringt, vermag keiner zu sagen, weil es sich eben nicht um die Vereinigten Staaten von Europa handelt, in denen jeder Bürger die gleichen demokratischen Rechte hat, sondern um ein Europa des Großkapitals, bei dem Belgier mehr Stimmrecht als Deutsche haben, aber beide von den echten politischen Entscheidungen vollständig ausgeschlossen sind.

Die Eurobonds wären vor drei bis vier Jahren ein toller Schritt gewesen um Europa nach vorne zu bringen. Heute sind sie nichts anderes als ein weiteres Pflaster auf einem zerfallenden Körper. Bisher ging es bei den Schulden in Europa vor allem darum das internationale Großkapital mit guten Gewinnen zu bedienen. Griechenland musste Waren in Deutschland kaufen, die angeblich notwendig für die Verteidigung, die Verbesserung der Infrastruktur oder irgendein anderes edles Ziel waren, in Wirklichkeit aber nur dazu dienten der deutschen Exportwirtschaft zu tollen Gewinnen zu verhelfen. Die Griechen wurden nie gefragt, ob sie all diese Errungenschaften auch haben wollten. Wozu auch. Ein stetiges und unbegrenztes Schuldenwachstum weltweit sollte es doch ermöglichen ständig neue und höhere Schulden zu machen und die Altschulden in der Inflation verschwinden zu lassen.

Dabei kamen auch noch die Banken und die sogenannten institutionellen Anleger ins Spiel, die Schuldbriefe der Griechen, von griechischen Banken, dem griechischen Staat und griechischen Unternehmen gegen schon damals hohe Zinsen übernahmen und sich am Elend der Griechen nochmals eine goldene Nase verdienten. Es galt eine Doktrin des unbegrenzten Wachstums. Diese Doktrin war zumindest in der Weltwirtschaftskrise die der Subprimekrise mit amerikanischen aber auch weltweiten Pleitehypotheken folgte, eigentlich widerlegt. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf, wurden diverse Rettungsschirme aufgespannt.

Bei solch einem Rettungschirm, garantieren die anderen Eurostaaten die Kredite des Großkapitals und lassen dafür ihre Steuerzahler büßen. Das Ganze nennt sich dann Marktwirtschaft und deren wichtigstes Ziel, ist das die Gläubiger eben nicht dran glauben müssen, sondern die Unschuldigen bestraft werden. Die Unschuldigen wie die Steuerzahler in Deutschland und die Arbeitnehmer in Griechenland. …

[ … ]

Vollständiger Bericht und Quelle: Duckhome

Startseite - Veröffentlicht am: 16. August 2011 um 11:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

Verbraucherinformationen





  1 Kommentar / Frage veröffentlicht


Weitere Beiträge zu diesem Themengebiet:


Weitere aktuelle Meldungen:



1 Kommentar / Frage

Lesen Sie Kommentare / Fragen, welche andere Leser hinterlassen haben.


1. ... Kommentar von alex am Dienstag, 16.8.2011.

“Nur wenn die Staaten Europas gemeinsam Geld am Weltmarkt aufnehmen, bleiben die Zinsen für alle bezahlbar und nur damit bleibt der Euroraum mittelfristig existent.”

Und genau da liegt der Denkfehler (nicht nur von “Duckhome”) - das Geld, das von den Staaten zur Refinanzierung ihrer Schulden benötigt wird, ist am Weltmarkt einfach nicht vorhanden und damit bleiben die Eurobonds des Kaisers neue Kleider oder das Münchhausensyndrom, also der Staat, der sich über Schulden seiner Schulden entledigen wollte, ebenso wie sich Münchhausen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen wollte. Gelang es auch Münchhausen, werden es auch die Eurobonds schaffen.

Es spielt keine Rolle, wie hoch oder wie niedrig die Zinsen sind - wenn das Geld, dass man sich leihen möchte, in der Summe einfach nicht existiert. Dazu ein einfaches Beispiel: Angenommen ich möchte mir bei meinem Freund 100 Euro leihen - dann kann ich ihm noch soviel Zinsen versprechen: Wenn dieser nur 50 Euro besitzt, kann er mir auch nur maximal 50 Euro leihen, auch wenn ich ihm meinen Porsche als Sicherheit anbiete. Und wenn ich ihm 100 Billionen Euro zurückzahlen möchte, kann er mir doch nur seine 50 Euro leihen.

Ebenso können sich die Staaten am Weltmarkt nur das Geld leihen, das sich im Besitz anderer (sowohl privater als auch staatliche “Anleger”) befindet. Und wenn dieser Finanzierungsbedarf das reale Geldvermögen übersteigt, spielt die Solvenz der einzelnen Staaten keinerlei Rolle mehr. Hinzu kommt, dass hier die bankrotte EU mit den bankrotten USA um das weltweite Geldvermögen der Anleger konkurrieren, welches schon für einen von beiden Blöcken nicht reicht. Es bleibt also am Ende nur noch das Drucken von neuem Geld und damit die (Hyper)Inflation oder der sog. Haircut um der Schuldenkrise zu entkommen. Danach kommt jedoch nur noch der Zusammenbruch des gesamten Systems - und zwar global.


Kommentar / Frage hinterlegen ...

Wenn Sie einen öffentlichen Kommentar oder eine öffentliche Frage zu dem oben gezeigten Artikel hinterlassen wollen, füllen Sie nachfolgendes Formular aus. Bitte achten Sie auf die Netikette, bevor Sie Ihren Kommentar einsenden. Der Webseitenbetreiber behält sich das Recht vor, Einsendungen ohne Angabe von Gründen zu löschen oder zu editieren.
Alle Einsendungen werden vor der Veröffentlichung moderiert.





Verbraucherinformationen
728x90,wording,DE,0124,d,5,1001.gif

 
Webseiteninfo: Der Sozialticker e.V. | Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutzerklärung | Nutzungsbedingungen | Kontakt

Service: Nachrichten als RSS XML

Valid Valid Valid

Powered by wordpress | wp-theme:mw | © sozialticker e.V.