Horrorzahlen der Internationalen Energieagentur sind völlig absurd
Zu den Analysen, der Internationalen Energieagentur in Paris (IEA), der Klimaschutz würde 45 Billionen Euro kosten und ein Ausbau der Atomenergie sei nötig, erklärt Hans Josef Fell, Sprecher für Energie und Technologie in der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
Die IEA hat vollkommen absurde Kostenberechnungen zum Klimaschutz und weltfremde, nicht realisierbare Empfehlungen zur Atomenergie vorgelegt. Nicht die Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeinsparung werden die Weltökonomie belasten, sondern die weitere Nutzung von Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Die Empfehlungen zur Atomenergie entspringen den wirtschaftlichen Interessen der Atomwirtschaft aus den IEA Mitgliedsländern und nicht einer realistischen Analyse.
Noch im Jahre 2004 hatte die IEA einen Ölpreis von 22 Dollar für das Jahr 2008 vorausgesagt. Der Ölpreis liegt heute aber bei 139 Dollar. Bei einem bald erreichten Ölpreis von 200 Dollar pro Barrel werden fast alle erneuerbare Energien billiger sein als die fossilen Energien. Schon heute produziert die Windkraft mit einem Erdöläquivalent von etwa 80 Dollar das Barrel.
Der Uranbergbau liefert bereits heute nur etwa 60 Prozent des weltweiten Uranbedarfs. Das Waffenuran, welches die aktuelle Lücke der Uranversorgung schließt, wird etwa Mitte kommenden Jahrzehnts verbraucht sein. Aus welchen Bergwerken dann etwa viermal soviel Uran wie heute gewonnen werden soll, kann und will die IEA nicht sagen. Nirgendwo erscheint eine solche Steigerung der Uranförderung möglich, im Gegenteil: Die hohen Uranpreise signalisieren bereits heute Verknappungstendenzen.
Mit diesen absurden und weltfremden Prognosen hat die IEA sich selbst jegliche Glaubwürdigkeit entzogen. Die Regierungen der OECD sollten endlich die Konsequenzen ziehen und die IEA für die verheerenden Fehlprognosen der Vergangenheit zur Rede stellen. Der IEA muss die Finanzierung verweigert werden, bis sie in der Lage ist, realitätsnahe Analysen über die Energiesituation der Welt zu liefern.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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Nun soll auch noch nach Aussagen der Medien neben dem Gaspreisanstieg von ca. 25% im Sommer im Herbst eine erneute Anhebung auf 40% ergeben. Wer soll das am Ende noch bezahlen?