HBF: Rette seine Kinder, wer kann!
- Politische Realitätsverweigerung treibt Eltern in die Flucht aus dem staatlichen Bildungssystem
Die Bildungsdebatte konzentriert sich derzeit auf Wege zur Schadensbegrenzung beim “Turbogymnasium” - selbst wenn die kinderlose Bundesbildungsministerin und Vorreiterin dieser Neuerung, Annette Schavan, - sicher mit Blick auf ihre eigenen Erfahrungen - eigentlich keinen Änderungsbedarf erkennen kann. Schließlich gelte es, “internationalen Standards gerecht” zu werden, was eben auch Korrekturen des bisherigen Freizeitverhaltens von Schülern mit sich bringe. Ganz grundsätzlich leide das deutsche Bildungswesen an einer Vertrauens-, aber nicht an einer Qualitätskrise.
Selbst wenn die Ministerin mit ihrer lebensabgewandten Position wenig Beifall außerhalb ihrer Ministeriumswelt findet, gibt es doch lebhafte Debatten darüber, welche Leistungen man Kindern und Jugendlichen abverlangen dürfe. Das zeigte sich exemplarisch bei der gestrigen ARD-Sendung “Hart aber fair”. Beim zeitraubenden Streit darüber, kam das eigentliche Thema der Sendung allerdings zu kurz. Nämlich die Suche nach den Ursachen dafür, warum immer mehr finanzkräftige Eltern aus dem staatlichen Bildungssystem flüchten (vgl. dazu auch HBF 28.02.08). Tatsächlich genügte unterm Strich ein wenige minutenlanger Beitrag, um die ganze Misere der öffentlichen Schulbildung zu illustrieren. Dessen einfache und keineswegs neue Botschaft: …..
Die anhaltende politische Tatenlosigkeit (vgl. z.B. HBF 28.01.08) ist indes kein Wunder. Sie erklärt sich etwa beim Blick auf die gerade erst veröffentlichte OECD-Studie. Daher warten die Kultusminister in der “Agenda-2010-Republik” sehnsüchtig auf den Rückgang der Schülerzahlen, …
Quelle: HBF - Pressedienst
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