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Harz IV: Weihnachtsbaum seit 2011 gestrichen

Bild: © M.Kinder für SozialtickerBonn – Am 1. April sind für Hartz IV-Leistungsbezieher die neuen Regelsätze rückwirkend zum 1. Januar in Kraft getreten. Nur ganze fünf Euro mehr gestand der Vermittlungsausschuss nach zähen Verhandlungen den erwachsenen Menschen zu, während Kindern und Jugendliche keine Erhöhungen bekamen.

Mit der sogenannten Hartz IV-Reform wurden aus dem Regelsatz auch zahlreiche Positionen herausgestrichen, die angeblich nicht „existenzsichernd“ seien. Bekannte Beispiele sind die Streichung von Alkohol und Tabakwaren. „Was aber viele Menschen nicht wissen, dass der Weihnachtsbaum ebenfalls aus dem Regelsatz entfernt wurde, weil er nicht zum erforderlichen Grundbedarf gehöre“, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Der Weihnachtsbaum gehörte noch bis 2010 zu den Positionen „Schnittblumen und Zimmerpflanzen“ der Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS). Mit der Neuberechnung wurde ab 2011 den Hartz IV-Leistungsbeziehern diese Position aberkannt. Die Gesetzesbegründung lautete: „Die Position „Schnittblumen und Zimmerpflanzen“ gehören nicht zum erforderlichen Grundbedarf und sind nicht existenzsichernd. Sie werden deshalb auch nicht mehr für den Regelbedarf berücksichtigt.“ (Bundestags-Drucksache 17/3404 Seite 62 ).

„Mit Mehrheit von CDU, FDP und SPD wurde der Weihnachtsbaum und damit letztendlich auch das Weihnachtsfest endgültig gestrichen, weil es nicht zum erforderlichen Grundbedarf von Menschen in Armut gehört. Das angeblich vorrangige Ziel von Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Bekämpfung von „Armut und sozialer Ausgrenzung“(*), wurde damit als Heuchelei entlarvt. Wie sich das mit der christlichen Grundhaltung unserer Arbeitsministerin verträgt, bleibt mir ein Rätsel“, sagte Martin Behrsing in Bonn.

(*) www.bmas.de

Quelle: Erwerbslosen Forum Deutschland - Pressestelle

Startseite - Veröffentlicht am: 15. Dezember 2011 um 18:44 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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  3 Kommentare / Fragen veröffentlicht


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3 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von Britwei28 am Donnerstag, 15.12.2011.

Vielleicht sollten wir mal die Politiker streichen und damit den größten Haushaltsposten wieder zur Verfügung stellen!
Auf das es da ankommt, wo es gebraucht wird, denn vom Lamentieren und Dummgeschwafel wird nun mal keiner wirklich satt!


2. ... Kommentar von DerDemokrator am Freitag, 16.12.2011.

Bei SpON gehts zum Thema heiß her, wobei die Typen bisher überwiegen die es verständlich machen würden, wenn jemand Weihnachtsmarktbesucher mit gepanschtem Glühwein “auf die Bretter schickt”, weil er Weihnachten haßt.
Das sind eben die Extreme der heutigen Sozialneidgesellschaft, “angeheizt von geistigen Brandstiftern die auf dem rechten Auge ziemlich blind waren oder sind”.

Ciao
DerDemokrator


3. ... Kommentar von diogenes am Freitag, 16.12.2011.

ja und nun auf den kern gebracht “Weihnachten ist ein Fest der Besinnlichkeit ”
und kein fest des konsums und gehört eigentlich abgeschafft.
aber dank der medien wird uns weihnachten immer wieder als ein fest der notwendigkeit und des schenkens angepriesen.
was würden wir nur ohne weihnachten,ostern,pfingsten und die anderen feiertage machen.
und insbesondere der 1 € jobber der ja an den feiertagen nicht arbeiten darf.
und was unsere politiker betrifft - für die ist doch jeder tag des jahres weihnachten blos eben das sie die weihnachtsmänner und frauen der nation sind. es vergeht kein tag an dem sie dem volk nicht eine bescherung liefern.


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