Hartz IV: Wie Betrüger behandelt
Generalverdacht des Betruges: „Da kontrollieren wir doch lieber gleich alle“, erwähnt Brigitte Vallenthin einen Hartz IV-Amts-Chef in ihrem soeben erschienenen Buch mit Zitaten von u.a. Angela Merkel, Heiner Geißler, Peter Schaar, Gertrud Höhler, Peter Ustinov
„Die private Wohnung ist geschützt – ganz offensichtlich aber nicht die von Hartz IV-Betroffenen,“ erklärt Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin gegenüber dem Sozialticker. „Die sehen sich nämlich dem grundsätzlichen Verdacht des Betruges seitens der Sozialverwaltung ausgesetzt.“ Und sie fährt fort: „Die Hartz IV-Armutsverwaltung kennt keine Chance auf „alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ des Grundgesetz-Artikels 3 und ebenso wenig auf „die Wohnung ist unverletzlich“ des Artikel 13.“
In ihrem soeben im VSA-Verlag Hamburg erschienenen Buch „Ich bin dann mal Hartz IV“ zitiert sie unter anderem aus Behördenschreiben, in denen es beispielsweise heißt: „Wir möchten Sie darüber in Kenntnis setzen, dass wir grundsätzlich bei allen Bürgern, die bei uns einen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II stellen, einen Hausbesuch durchführen, um klären zu können, ob die Angaben aus dem Antrag korrekt sind.“ Und weiter geht es in dem Amtsschreiben darum, Dass „solchen Betrugsfällen“ durch den „Einsatz eines Außendienstmitarbeiters“ vorgebeugt werden müsse, „der einen Hausbesuch durchführen soll“. Und dann berichtet Brigitte Vallenthins Buch noch: Als allerdings das „darum bitten wir Sie“ der Behörde nicht in die Wohnung verhilft, wird sogleich die harte Keule wochenlangen Hungerns geschwungen. Mit erschütternden Details berichtet die Autorin, wie es schließlich zu einem höchstrichterlichen Urteil gegen diese Verwaltungs-Praxis kommt und welche juristischen Tricks wiederum angewandt werden, um auch dieses Urteil zu umgehen.
Ihren erschütternden Berichten aus der Hartz IV-Welt stellt die Autorin zahlreiche Zitate voran, u.a. von Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU-Mitglied Heiner Geißler, dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar, der Unternehmensberaterin Gertrud Höhler, dem Psychiater C.G. Jung und Peter Ustinov. Unkommentiert überlässt sie es den Leserinnen und Lesern, diese an ihren Berichten aus der Realität zu messen.
„Wer nicht prozessiert – verliert, lautet nicht nur eines meiner Kapitel von „Ich bin dann mal Hartz IV“,“ fasst Brigitte Vallenthin gegenüber dem Sozialticker zusammen „es ist gleichzeitig meine bittere Erfahrung aus fünf Jahren unter Hartz IV – wo man - wie dort nachzulesen – existenziell nötiges Geld und die Wohnung verlieren kann und sogar ein Vorstrafe-freies Führungszeugnis.“
Nur noch bis zum 15. September: Sonderpreis 7,80 € statt 9,80 € für „Ich bin dann mal Hartz IV“, VSA-Verlag, Hamburg: www.hartz4-plattform.de
Quelle: Brigitte Vallenthin - Hartz4-Plattform - keine Armut! - kein Hunger! - kein Verlust von Menschenwürde!
Startseite - Veröffentlicht am: 6. September 2010 um 18:04 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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