Hartz IV sorgt für zugemauerte Türen und viele Umzüge
Das Problem: Ein-Raum-Wohnungen sind in der Bützower Region mittlerweile Mangelware. Bei der Bützower Wohnungsgesellschaft (BüWo) gibt es bereits eine Warteliste. Zum einen ist die Nachfrage nach kleineren Wohnungen in den letzten Jahren generell gestiegen. Seit zwei Jahren kommt Hartz IV hinzu.
Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen und Leistungen für Unterkunft und Heizung erhalten, steht nur eine bestimmte Wohnungsgröße zu, sie erhalten dafür einen Zuschuss (z.B. Ein-Personen-Haushalt: 45 Quadratmeter, 230 Euro). Hinzu kommt eine Heizkostenpauschale von 80 Cent je Quadratmeter. Doch diese Zahlen entsprächen nicht den tatsächlichen Bedingungen.
“Die Neben- und Heizkosten sind in den letzten Jahren enorm gestiegen”, sagt Stefan Warncke von der BüWo.
Die Folge: ALG-II-Empfänger erhalten weniger Zuschüsse, als sie für ihre Wohnung tatsächlich berappen müssen. Die Konsequenz: Umzug in eine kleinere Wohnung. Doch da die Mangelware sind, haben die Wohnungsgesellschaften reagiert.
Die BüWo z.B. hat in einem Aufgang in der Karl-Marx-Straße Vier-Raum-Wohnungen zu Ein-Raum-Wohnungen umgebaut. Türen und Fenster wurden zugemauert, Wohnraum so stillgelegt. Auch die Wohnungsgenossenschaft passt sich dem Trend zu kleineren Wohnungen an.
Quelle: Bützower Zeitung
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