Hartz IV-Regelsätze bedarfsgerecht berechnen

SoVD-Präsident: „Alltag der Hartz-Bezieher wird falsch abgebildet“

Der Sozialverband SoVD übt scharfe Kritik an der laut Medienberichten geplanten Anpassung der Hartz IV-Regelsätze. „Die angekündigte Erhöhung zeigt erneut, dass die Berechnungsmethode falsch ist. Denn sie bildet den Alltag der Betroffenen nicht lebensecht ab“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Der Verbandspräsident fordert: „Es braucht eine transparente und bedarfsgerechte Regelsatzfindung. So hat es auch das Bundesverfassungsgericht der Bundesregierung in das Stammbuch geschrieben.“

Der SoVD fordert eine Generalrevision von Hartz IV. Aus Sicht des Sozialverbandes sind neben einem bedarfsgerechten Regelsatz Maßnahmen erforderlich, die Langzeitarbeitslosen eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt ermöglichen.

„Wer Hartz IV in Anspruch nimmt, muss jeden Job annehmen. Wer sich verweigert oder Termine im Jobcenter verpasst, riskiert Leistungskürzungen. Dies wird in der allgemeinen Diskussion leider oft verschwiegen.“

Im Rahmen der Aktion „10 Jahre Hartz IV – Kein Grund zum Feiern“ hat der SoVD das Konzept „Neuordnung der Arbeitsmarktpolitik – Inklusion statt Hartz IV“ vorgestellt. Der Verband fordert eine Generalrevision.

Quelle: Sozialverband Deutschland e.V. – Pressestelle

3 Gedanken zu „Hartz IV-Regelsätze bedarfsgerecht berechnen“

  1. Egal welcher Verband scharfe Kritik übt ,das interessiert da oben ja doch niemanden.Selbst nach dem Urteil vom Bundesvefassungsgericht wonach der Hartz IV Satz hart an der Grenze liegt hat man ja nun 5 Euro drauf gelegt womit er bestimmt wieder hart an der Grenze liegt.Also alles beim alten.
    Erhöhung Hartz IV 1,25 % Erhöhung Diäten 10%

  2. Wiederum keine Hilfe durch den Staat. Jeder Hartz4-Empfänger befindet sich in einem engmaschigen Käfig, gefangen in wirtschaftl Notlage, Hilflosigkeit, Pessimismus, Orientierungslosigkeit, Passivität, Verbitterung und zunehmender Depression, aus dem es kein Entrinnen gibt – auch durch Arbeitsaufnahme nicht, denn sonst hätten sie diese längst gefunden. In Hartz4-Haushalten pflanzt sich dieses Unheil in die nächste Generation auch noch fort.
    Durch die Hybris einer unseligen Finanzwirtschaft geht die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander. Und der Staat lässt sich vorführen… es wackelt quasi der Schwanz mit dem Hund.

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