Das Sozialtickerportal
Home | Der Sozialticker e.V. | Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutzerklärung | Nutzungsbedingungen | Kontakt

Dienstag, der 21. Mai 2013 Tip  Ihre Pressemitteilung / News einreichen   English  English flag    French  French flag

 

Hartz-IV-Reform für Langzeitarbeitslose! - Armutskonferenz fordert bedarfsdeckende Regelsätze

Die Saarländische Armutskonferenz (SAK) hat den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat aufgefordert bei der anstehenden Hartz-IV-Reform im Sinne der Langzeitarbeitslosen zu entscheiden. Entscheidend seien dabei bedarfsdeckende und armutsfeste Regelsätze.

Die bisher geplanten 5-Euro Erhöhung für Erwachsene seien eher eine Provokation als effektive Hilfe, so der SAK-Vorsitzende Egbert Ulrich. Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung 2010 sei an der Bundespolitik bisher weitgehend unbemerkt vorbeigegangen. Jetzt sei der Vermittlungsausschuss aufgefordert die Versäumnisse von 2010 in 2011 nachzuholen und eine nachhaltige Politik zur Armutsbekämpfung einzuleiten.

Gänzlich verzichten könnten Langzeitarbeitslose auf „Verschlimmbesserungen“ wie das sogenannte Bildungspaket für Kinder. Die Leistungen auf Gutschein sei letztlich eine Entmündigung der betroffenen Eltern. Notwendig seien höhere Kinderregelsätze! In aller Regel seien die Eltern von Kindern im Hartz-IV-Bezug bemüht ihrem Nachwuchs die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen. Zu verurteilen sei die geplante Anrechnung von Aufwandsentschädigungen bei ehrenamtlicher Arbeit. Dadurch das teilweise auch geringe Aufwandsentschädigungen von Hartz-IV-Leistungen abgezogen werden sollen, würde das gesellschaftliche Engagement von Langzeitarbeitslosen in unverantwortlicher Art und Weise bestraft.

Gänzlich verfehlt sei auch die Absicht der Bundesregierung den Landkreisen zu erlauben die Wohnkosten für Hartz-IV-Beziehende zu pauschalieren. Aufgrund der Finanznot der Kommunen, könnten sich die Kreise veranlasst sehen die Pauschalen zu Ungunsten der Betroffenen zu gestalten.

Quelle: Presse Egbert Ulrich, Vorsitzender - Saarländische Armutskonferenz (SAK)

Startseite - Veröffentlicht am: 30. Dezember 2010 um 20:01 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

Verbraucherinformationen





  6 Kommentare / Fragen veröffentlicht


Weitere Beiträge zu diesem Themengebiet:


Weitere aktuelle Meldungen:



6 Kommentare / Fragen

Lesen Sie Kommentare / Fragen, welche andere Leser hinterlassen haben.


1. ... Kommentar von Britwei28 am Donnerstag, 30.12.2010.

Ha Ha, bei den Verschlimmbesserungen wird es wohl auch bleiben,
denn real haben sie nach dieser Neuberechnung weniger und was das pauschalisieren betrifft, so werden sie wohl die Brückenbauer auf den Plan rufen.
Die werden dann gebraucht!!!


2. ... Kommentar von Andy am Freitag, 31.12.2010.

Was muss ich da lesen man erwägt die Aufwandsentschädigungen bei ehrenamtlicher Arbeit auf Hartz anzurechnen !???
Dann hänge ich aber meinen ehrenamtlichen Betreuer an den Nagel dafür giebt es gerade ein mal im Jahr etwas Geld und das für die ganze Arbeit die man damit hat !
Tut mir dann zwar leid für die Jungs aber ganz für Lau möchte ich den Job dann auch nicht machen !
Dann soll man sich gefälligst um einen Berufsbetreuer bemühen punkt aus !
Ich bin schon mal gespannt wer sich da findet die sind doch alle schon jetzt völlig überlastet ! Ich steh auch mit den meisten in Kontakt.
Na noch schäbiger gehts nimmer !

Mfg und guten Rutsch an alle und das Team vom Sozialticker !

Andy


3. ... Kommentar von Maerzen am Freitag, 31.12.2010.

Ich denke eher nicht, dass die Anrechnung der Aufwandsentschädigung im Ehrenamt so wie geplant kommen wird.

Ehrenamt würde ja dann durch die Anrechnung dazu beitragen, die Bezugshöhe von ALG-II zu vermindern - also die Hilfebedürftigkeit zu verringern. Dem Amt gegenüber hätten Ehrenamtliche sodann ein Argument gegen die Vermittlung in Ein-Euro-Jobs oder Sinnlos-Maßnahmen. Das kann doch von BA-Seite nicht gewollt sein…

Sollte die Regelung doch so in Kraft treten, könnten Ehrenamtliche bei ihren Trägern um die Umwandlung des Ehrenamtes in einen Minijob bitten - dann wird eben keine “Aufwandspauschale” gezahlt, sondern ein kleiner Lohn in Höhe der bisherigen Aufwandspauschale - und der bleibt ja wohl anrechnungsfrei, sofern unter 100,- Euro.

Guten Rutsch!

Maerzenbecher


4. ... Kommentar von Braunes Hartz am Samstag, 1.1.2011.

Merkt ihr eigentlich nicht, wie ihr euch mit dem Begriff des Ehrenamts verarschen lasst ? Unbezahlte Arbeit glorifizieren - niemandem ist damit gedient - nur denen, die sich das Geld für honorierte Kräfte sparen wollen. AUFWACHEN, Leute !


5. ... Kommentar von Britwei28 am Samstag, 1.1.2011.

habe heute was gefunden und bin der Meinung das es lesenswert ist!

Der CSU-Chef wirbt um die SPD: Horst Seehofer hat beim Streit über die Hartz-IV-Reform Entgegenkommen signalisiert. So könne das Bildungspaket auf mehr Menschen ausgedehnt werden. Eine Absage erteilt er dagegen jedem weiteren Zuschlag beim Regelsatz.

Quelle : Spiegel- online, Politik

Na bei der nächsten Diätenerhöhung mal nicht die Inflation vergessen, denn sonst muss man ja den Gürtel enger schnallen!


6. ... Kommentar von obeliks01 am Montag, 3.1.2011.

Dazu passend dann dies

n-tv.de: Deutschland hechelt hinterher


Kommentar / Frage hinterlegen ...

Wenn Sie einen öffentlichen Kommentar oder eine öffentliche Frage zu dem oben gezeigten Artikel hinterlassen wollen, füllen Sie nachfolgendes Formular aus. Bitte achten Sie auf die Netikette, bevor Sie Ihren Kommentar einsenden. Der Webseitenbetreiber behält sich das Recht vor, Einsendungen ohne Angabe von Gründen zu löschen oder zu editieren.
Alle Einsendungen werden vor der Veröffentlichung moderiert.





Verbraucherinformationen

Dachdecker

 
Webseiteninfo: Der Sozialticker e.V. | Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutzerklärung | Nutzungsbedingungen | Kontakt

Service: Nachrichten als RSS XML

Valid Valid Valid

Powered by wordpress | wp-theme:mw | © sozialticker e.V.