Hartz-IV Klageflut hält an
Das Jahr 2010 war für die Sozialgerichte des Landes Sachsen-Anhalt wieder ein Rekordjahr. Am Jahresende sind über 26.000 Neueingänge gezählt worden, soviel wie noch nie zuvor. Demnach hat fast jeder 90. Einwohner des Landes eines seiner Sozialgerichte angerufen.
Diese Entwicklung ist auf das Gesetz über die Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) zurückzuführen. Dieses Rechtsgebiet macht mehr als 2/3 aller Verfahrenseingänge aus. Besorgniserregend sind auch die 35.000 am Jahresende unerledigten Klageverfahren, die von den Richtern in der jetzigen Personalstärke nicht abgebaut werden können.
Allerdings gibt es auch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Die Eingänge sind mit “nur” knapp 5 % nicht mehr ganz so dramatisch angewachsen wie in den Vorjahren. *Angesichts der teilweise heftig geführten öffentlichen Diskussion anlässlich der Reform des SGB II zum 1. Januar 2011 steht allerdings zu befürchten, dass die Bürger des Landes ihre Sozialgerichte künftig wieder noch mehr in Anspruch nehmen werden.
Quelle: Landessozialgericht Sachsen-Anhalt
*” … und damit der erhörte Wunsch nicht abebbt und ausgebaut zu Gericht gebracht werden kann, stellt der Sozialticker entsprechende Anleitungen zur Klageschrift bereit und kann nur jeden noch normal denkenden Hartz IV Bezieher raten, die Gerichte solange aufzurufen, bis diese steuerfinanzierten Staatsdiener über Artikel 100 GG. den Irrsinn der Menschenverachtung beenden lassen. Es wäre nur ein Klacks für sie … “, kommentiert der Sozialticker.
Startseite - Veröffentlicht am: 4. Juni 2011 um 10:30 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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