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Hartz IV Gelder sind nicht zu niedrig, sondern eher zu hoch.

Bundesweite Aufmerksamkeit fand am Mittwoch die Chemnitzer Studie über die Höhe der sozialen Mindestsicherung in Deutschland nach der Berichterstattung in der “Freien Presse”. Der Finanzexperte Friedrich T., Inhaber der Professur Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre an der Technischen Universität Chemnitz, warnte allerdings davor, die Ergebnisse der Untersuchung falsch auszulegen. Wichtig erscheine es, den mit der sozialen Mindestsicherung verfolgten Zielkanon zu überdenken.

[ … ]

Gemessen an den von der Gesellschaft festgelegten Zielen der Mindestsicherung seien die Hartz-IV-Gelder nicht zu niedrig, sondern eher zu hoch.

Den kompletten Volltext incl. der Studie: Freie Presse - Klick

Kommentar Sozialticker: … fragen Sie ja nicht nach der Finanzierung und Bezahlung solcher Studien und schon gar nicht, aus wessen Topf solche Wissenschaftler gefüttert werden.

Startseite - Veröffentlicht am: 4. September 2008 um 12:18 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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  12 Kommentare / Fragen veröffentlicht


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12 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von Hans am Donnerstag, 4.9.2008.

Ja nee, is schon klar! Der Regelsatz ist natürlich viel zu hoch. Ich bin auch der Meinung das man mir mindestens 100.- € per sofort kürzen sollte und das natürlich auch noch rückwirkend!!!!

Gruß, der in Wohlstand lebende Hartz´er
Hans


2. ... Kommentar von Steinbock am Donnerstag, 4.9.2008.

Jeder 10. halte ich für ein Gerücht und behaupte, dass jeder Dritte auf staatliche Gelder angewiesen ist. Es beginnt bei den Beamten, Richtern, Bundeswehr, Sachbearbeiter, Professoren … bis hin zum Wasserkopf in den Koalitionsetagen, aber nein … man sieht dieses ja nicht und will es auch nicht für eine Wahrheit halten.


3. ... Kommentar von Erika Schmidt am Donnerstag, 4.9.2008.

ja klar, ich lebe zur Zeit von 1,60 € am Tag !!! Da sollte man unbedingt nochmal meine Leistung kürzen, ich weiss gar nicht mehr wohin mit dem vielen Geld……..


4. ... Kommentar von colaschwan am Donnerstag, 4.9.2008.

Vieleicht muss man demnächst auch noch Belegen was man mit dem Geld gemacht hat das einem Überwiesen wurde, in Form von Quittungen oder so und was man nicht Verbraucht hat oder den Verwendungszweck nicht nachweisen kann muss zurück gezahlt werden. Schließlich soll sich ja niemand Bereichern und vieleicht auch noch die Frechheit besitzen etwas zu Sparen.
Die zurck geforderten nicht verbrauchten Gelder könnte man dann z.Bsp. den Politikern in unserem Land zukommen lassen, als s.g. Sonderzahlungen für gute Verdienste in unserem Land.


5. ... Kommentar von Erika Schmidt am Donnerstag, 4.9.2008.

Ich musste bisher alle meine mir überwiesenen Gelder nachweisen, ein Witz ist das…..man wird vom Jobcenter behandelt wie Dreck, auf gut deutsch gesagt, sorry..
siehe: stattweb.de


6. ... Kommentar von Frau Müller am Donnerstag, 4.9.2008.

Ich habe vor kurzem auch aufgehört zu arbeiten, denn mit Hartz IV komme ich besser über die Runden, als wenn ich meinen Job weiter nachgehen würde. Ausserdem habe ich jetzt mehr Zeit für meine Kinder. (Die auch in der “Arche” zu Mittag essen -wieder Geld gespart-)Vorallem mit den guten Tipps hier auf dieser Seite, kann ich mir ein geruhsames Leben leisten. Natürlich kann ich keine großen Sprünge machen, aber nun kann ich mir Lebensmittel von der Tafel holen. Habe Vergünstigungen bei den öffenlichen Verkehrsmitteln, u.s.w. Für mein “Taschengeld” gehe ich einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach, wo ich eine “Aufwandentschädigung” bekommen. Das sind im Monat rund 150 €.
Ich kann mich nicht beklagen und mit meiner ARGE komme ich auch gut klar, weil ich immer höflich und bestimmt bin.


7. ... Kommentar von Steinbock am Donnerstag, 4.9.2008.

Kasernierte Unterbringung und Verköstigung der Bezieher von Arbeitslosengeld II

Es mag Zufall sein, wenn parallel zur neuerlich in den Boulevardmedien lostgetretenen Kampagne gegen vermeintliche Sozialmissbräuchler ein Chemnitzer Professor zur Erkenntnis kommt, geltende Hartz-IV-Regelsätze seien deutlich überhöht. In Intervallen soll ohnehin der Öffentlichkeit weisgemacht werden, dass Heerscharen unredlicher Leistungsbezieher der Allgemeinheit auf der Tasche liegen und dem Sozialstaat letztlich den Garaus machen. Getoppt wird der nicht zu belegende Schwachsinn durch den umtriebigen Akademiker. Mit öffentlichen Geldern finanziert, will er den Nachweis antreten, bei entsprechender Lebensführung könne man in hiesigen Breiten mit 132 Euro plus Wohn- und Energiekosten pro Nase und Monat ein auskömmliches Dasein fristen.

Quelle: Neues Deutschland


8. ... Kommentar von Peter Goldzahn am Freitag, 5.9.2008.

..und sowas nennt sich Forscher? Von welchem menschenverachtenden Institut sind diese gekauft worden, um solch einen Irrsinn zu verbreiten?

Die Aussagen der Forscher erinnern mich an die Telefonaktion unseres ehemaligen Superministers, ohne dass Jemand mal selbst überprüfen will, ob das überhaupt sein kann:
Damals wollte man nach dieser Aktion zu folgender Aussage kommen, um Hartz IV-Empfänger in ein schlechtes Licht zu rücken:
“Nach diesen Stichproben und Anrufaktionen der Bundesagentur für Arbeit kann vermutet werden, dass die Arbeitslosigkeit derzeit um mindestens zehn Prozent überschätzt wird”, sagte Clement damals….Auf heute übertragen kann man sich als Forscher auch dumm hinstellen und sagen, dass nach Stichproben (die gar nicht stattgefunden haben) kann vermutet werden, dass selbst 132 Euro zu Leben reichen müssen.

Diese beiden Forscher leben gefährlich mit einer Aussage, die der aktuellen Bildzeitungshetze gegen Hartz IV-Empfänger Öl ins Feuer gießt und auch stark wieder Zustände fördern könnten, die man sich keinem Land wünscht. Wo bleibt die vorausschauende Intelligenz und der Verstand für die Verantwortung dieser Aussage? Die Forscher können nicht so tun, als ob sie nicht wüssten, was sie mit dieser Aussage anrichten?

Wenn man auch mit 132 Euro auskommen soll, plädiere ich auch dafür, dass ein Vorstand oder Politiker zukünftig statt mit 10000 Euro künftig mit 132 Euro auskommen soll, wenn das reichen soll? Keiner dieser Forscher oder Politiker würde selbst mit 351 Euro über die Runden kommen.

Das Ergebnis dieser Studie soll doch vor allem zeigen, dass wenn angeblich 132 Euro zum Leben reichen sollen, 351 Euro in jedem Fall dann reichen müssen, was ja trotzdem nicht der Fall ist, selbst wenn man das Geld nicht für Alkohol oder Zigaretten ausgibt oder noch so sparsam lebt, angesichts der steigenden Inflation. Die Zahl der Bedürftigen, die auf die Tafel angewiesen sind, sprechen eine deutliche Sprache. Das juckt aber diese Forscher nicht, solange keiner für den schon heute niedrigen Regelsatz stehlen gehen müsste. Ich werde den Gedanken nicht los, dass hier die Anarchie über die Hintertür eingeführt werden soll, denn schon heute ist es kein seltenes Bild, dass der zu niedrige Regelsatz Arbeitslose zu notdürftigen letzten Mitteln greifen lässt, damit sie überleben.

Wenn ich die Forscher auch richtig verstanden habe, kommt selbst ein Gefängnisaufenthalt oder gar die Todesstrafe den Steuerzahler eher noch teurer, wie ein unbescholtener Hartz IV-Empfänger.
Mein Gott, wo treibt dieses Land nur hin bei solchen Zuständen? Kein Wunder, dass die Angst der Deutschen vor Arbeitslosigkeit zur Zeit am Höchsten ist.

Schon bei der Hartz IV-Einführung sprach man in manchem Ausland gar von einer zweiten deutschen Euthanasie, denn das ist es, worauf es dann im neoliberalen Deutschland letztendlich hinausläuft: Das die Sozialleistungen langfristig auf praktisch Null sinken und das stille und leise unerkannte Ableben eines Bedürftigen in Kauf genommen wird, wo keiner was bemerkt haben will. Machen wir uns nichts vor, solche Fälle hat es selbst mit dem augenblicklichen Regelsatz bereits gegeben ohne dass tatsächlich solche Fälle gerne an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Wann wird aus Deutschland jemals was Gutes kommen, was den Menschen und die Menschenrechte wertschätzt, ohne den Menschen ständig für Versuchszwecke zu missbrauchen, ob dann letztendlich Jemand mit Peanuts an Geld auskommen kann? Quo Vadis Deutschland?


9. ... Kommentar von DJDC am Samstag, 6.9.2008.

Grundlage der Untersuchung war “ein gesundes, rational handelndes Individuum frei von Sucht- oder anderen Erkrankungen oder Behinderungen”, hmmmmmmm…………irgendwie kommt mir das bekannt vor.


10. ... Kommentar von Däumlinchen am Samstag, 6.9.2008.

Noch ein Tip für den Herrn Professor und seine Hintermänner:

Es gab doch früher Arbeitslxxx, die man jetzt auch wieder für alle langzeitarbeitslosen Sozialschmarotzer einrichten könnte.
Da kann der ehrenwerte Herr bestimmt nachweisen, wie es noch billiger für Vater Staat wird.

Ich hoffe, alle Betroffenen hören auf zu jammern und gehen auf die Straße oder wenigstens zur nächsten Wahl.


11. ... Kommentar von MartialMac am Freitag, 5.2.2010.

DER kann von Glück reden, das man ihn ebenso wenig ernst nimmt, wie den Sarrazin. Denn Andernfalls wer er einer DER ERSTEN, die ich mal Nachts besuchen kommen würde! Das Maß ist voll.

Übrigens mein Kompliment an meine Mitmenschen: Egal wohin man blickt und Kommentare liest, ob Bild, Zeit, Spiegel oder hier. Die Zeiten wo sie sich verstecken oder sogar noch den Herrschenden in den Allerwertesten kriechen sind offensichtlich vorbei.


12. ... Kommentar von struppi am Donnerstag, 11.3.2010.

politiker die sich die diäten erhöhen können und von privilegien leisten können, müssten mal ein jahr ohne privilegien leben und dafür 1 jahr von hartz iv leben, diese leute würden schon nach 8 tagen schreien sie reichen mit dem geld nicht. des wieteren müssten sie wie jeder hartz iv empfänger 10 mal pro monat bewerben, wo es im osten fast keine stellen mehr gibt. wenn man die mitarbeiter der arge die leute nicht mehr vermitteln und sagen sie sind zu alt reichen erwerbsunfähigkeitrente ein. da die agenturen selbst keine stellen für die bewerber mehr haben.


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