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Hartz IV - Bezieher im Düsseldorfer Landtag unerwünscht

Bild: Sozialticker e.V. - PressemeldungFraktion der NRW-Grünen sollte sich schämen

Bonn/Düsseldorf - Das Erwerbslosen Forum Deutschland wirft dem Düsseldorfer Landtagspräsidium vor, mit seiner am vergangenen Mittwoch getroffenen Entscheidung, dass für den 12. September geplante Hartz IV-Hearing im Düsseldorfer Landtag nicht zu genehmigen, dass Hartz IV-Bezieher im hohen Haus unerwünscht sind. Der Landtagsabgeordnete Rüdiger S. ( Linkspartei), der Wuppertaler Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein »Tacheles e.V.« und das »Erwerbslosen Forum Deutschland« hatten seit Monaten ein entsprechendes Hearing mit prominenten Experten geplant. Schon vor der Sommerpause hatte der Generalsekretär der NRW-Landes-CDU, Hendrik W. deutlich gemacht, dass seine Fraktion die rechtmäßig angemeldete Veranstaltung des Landtagsabgeordneten, Rüdiger S. verhindern wollte. W. hatte verlauten lassen, »es müsse verhindert werden, dass die Linke einen Raum im Landtag bekommt». In der am Mittwoch getroffenen Entscheidung wurde dem Abgeordneten S. zwar deutlich gemacht, dass er als Landtagsabgeordneter jederzeit in den Räumlichkeiten des Landtages ein Hearing veranstalten könnte, nicht jedoch am 12. September.

Zwischenzeitlich hatte nämlich die Fraktion der Grünen schon die Chance »ausgenutzt« und selbst für den 12 September eine Veranstaltung angemeldet.

»Ausgerechnet die Fraktion der Grünen sollte sich schämen, sich derart vor den Karren von CDU, FDP und SPD spannen zu lassen. Angesichts eines derartiges Verhalten müssen wir Erwerbslosen sagen, dass sie sich sehr gut überlegen sollten, ob diese Partei bei der kommenden Landtagswahl überhaupt wählbar ist, wenn sie sich gleichzeitig als Erfüllungsgehilfe von CDU, FDP und SPD einspannen lässt und aktiv dafür sorgt, dass Hartz IV-Bezieher im Düsseldorfer Landtag unerwünscht sind. Von den anderen Parteien haben wir ja nichts anderes erwartet. Das betrifft auch die völlig inkompetenten Äußerungen des NRW-CDU-Generalsekretärs W.«, sagte Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

Das für den 12. September geplante Hartz IV-Hearing wird nunmehr unter der Rhein-Kniebrücke - direkt am Landtag - stattfinden, da die Vorbereitungen schon längere Zeit laufen und zahlreiche Menschen ihr Kommen zugesagt haben. »Jetzt muss eben keine Rücksicht mehr auf die Beschränkung der Teilnehmer durch den Landtag genommen werden. Umso stärker werden wir für diesen Tag mobilisieren. », so Behrsing in Bonn.

Das Hearing ist durch hervorragende Experten prominent und sachkundig besetzt. Inzwischen haben Harald Thomé und Frank Jäger (Tacheles e.V., Wuppertal), die ProfessorInnen Helga Spindler (Universität Duisburg-Essen) und Rainer Roth (FH Frankfurt), Andreas Schmidt (DGB Bezirk NRW) und Martin Behrsing (Erwerbslosen Forum Deutschland, Bonn), sowie die Bundestagsabgeordnete Inge Höger (DIE LINKE.) ihre Teilnahme zugesagt. Daneben sollen unmittelbar durch Hartz IV Betroffene zu Wort kommen und ihre eigene erlebte Odyssee vortragen, um exemplarisch die zahlreichen Ungerechtigkeiten der Hartz IV-»Unreform« deutlich zu machen.

Quelle: Presse Erwerbslosen Forum Deutschland

Startseite - Veroeffentlicht von: Sozialticker   am: 26. August 2008 um 8:17 Uhr - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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2 Kommentare / Fragen

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1. ... Kommentar von Steinbock am Dienstag, 26.8.2008.

Ja, der Düsseldorfer Landtag ist die Festung.

Selbst eine nachweislich eingebrachte Eingabe, über den flächendeckenden Missbrauch von EEJ - und damit auch Steuergeldern, lies man dort unter den Tisch fallen und begründete die Nichtzuständigkeit des Eingebers im territorialen Bereich.

Quasi … bist du aus Bayern, hast du dich nicht über NRW´s Sklaven zu erkundigen. Ja, in dem Hause herrscht Demokratie … oder wie heißt das, wenn nur einer was zu sagen hat?


2. ... Kommentar von Martin Obenaus am Donnerstag, 28.8.2008.

Demkoratie?
Ist das nicht ein Wort für wirtschaftlich erfolgreiche politische Flucht aus
der Verantwortung für das Volk?
Verantwortung ist eine ‘ Kannleistung’ und liegt im Ermessen der Demokratie.
Ansparleistung ‘Demokratie’ der Wähler erfolgt innerhalb freier Wahlen.
Also ich bin doof- deshalb brauche ich einen Vormund, der demokratisch beurteilt wie ich weiterhin doof bleibe. Und wenn alle Demokraten die Dummheit
für Doofe beschliessen über ein politisches Programm der Vormundschaft
wird Doofheit sogar wirtschaftlich.
Wirtschaftliche Dummheit und Vormundschaft- dafür kann man Spenden!
Beteiligen auch Sie sich erfolgreich an einer Spendenaktion Manager spenden für demokratische Manager zum Erhalt von Dummheit.
Sie dürfen frei Wählen- also volkommen demokratisch.
Ich bin ja zukunftsorientiert: Mehr Entmündigung der Doofen durch
demoktatisches Fördern und Fordern. Demokratische Macht macht
mächtig demokratisch. Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie
bitte Demokraten- damit Sie auch weiterhin erfolgreich entmündigt sein
dürfen. Denn Denken dürfen nur Demokraten für das Volk! Bitte bemühen Sie sich deshalb nicht zu denken!!!


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