Hartz IV Betroffene kandidiert für die Bürgermeisterwahl
Ihr Leben ist von jahrelanger Arbeitslosigkeit geprägt. Sie kennt Hartz IV nicht nur aus den Medien, sie lebt auch mit Hartz IV. Durch dieses Gesetz wurden Millionen von Menschen in Armut, Verzweiflung, Ausgrenzung und Trostlosigkeit geschickt. Die Arbeitslosengeldempfänger II oder Arbeitnehmer werden weiterhin eingeschüchtert. Wenn sie den Umgang mit sozial schwachen Bürgern verfolgt, empfindet sie nur Zorn, Wut und Empörung.
Doch wer ist sie?
Birgit Kühr, im Jahr 1961 in der Lutherstadt Wittenberg geboren und vom Beruf „Facharbeiter für Eisenbahntransporttechnik“, einem Job, welcher in diesem Land keine Zukunft mehr hat. Doch sie bleibt hier und kandidiert am 6. April in Angermünde (Uckermark) zum Bürgermeister.
Unterstützung erhält sie von sehr vielen Organisationen, Bündnissen, Vereinen, Protestbewegungen und Einzelpersonen, denn: „Widerstand braucht das Land“ - ist eines der Mottos, welches zum Programm werden soll. In der „Sozialen Bewegung Land Brandenburg“ ist sie als Mitglied tätig. “Eine andere Politik ist nötig und möglich” - sie hofft daher, dass sehr viele Betroffene mit ihr gemeinsam diesen Weg gehen werden und selbst als Einzelpersonen, in Bündnissen oder Organisationen als Bürgermeister/innen, zu Kommunal-, Kreis oder Landtagswahlen kandidieren. Bleibt zu hoffen, dass auch genügend Wähler ihre Stimme abgeben, um gegen diese menschenfeindliche Politik weiter zu kämpfen.
Dazu wünscht auch der Sozialticker ihr allzeit genügend Kraft.
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