Hartz IV: ARGE lädt zu Termin in der Vergangenheit ein
ARGE Euskirchen bombardiert junge Mutter mit Einladung zur Sicherstellung ihrer Kinder - Dies mal soll sie in der Vergangenheit erscheinen
Euskirchen/Bonn - Die »Sicherstellung der Kinder« scheint ein besonderes Anliegen der Euskirchener Hartz IV-Behörde zu sein. So erlebt es jedenfalls in diesen Wochen Frau H aus der Stadt in der Eifel. Vergangenes Wochenende wurde sie von der Behörde für Montag (18.08.) zu einem Gespräch eingeladen, indem es um die Sicherstellung ihrer Kinder gehen sollte. Vertreter des Erwerbslosen Forum Deutschland waren bei dem Gespräch ebenfalls zugegen und erlebten eine bizarre Behördenposse der »besonderen Art».
Frau H. sollte tatsächlich einen ihr unbekannten Herrn Winter mitbringen und der Sachbearbeiter sagte im Beisein ihrer beiden Kleinstkinder (7 Monate und 2 ½ Jahre), dass ihr Kind jetzt über drei Jahre wäre und sie deshalb arbeiten müsse. Auf die offensichtlichen Fehler angesprochen reagierte er mit Schuldzuweisungen auf die Leistungsabteilung und hielt es auch nicht für notwenig sich für ein derartiges Schreiben zu entschuldigen, was Frau H. in helle Panik versetzt hatte. Eigentlich hatte die junge Mutter und das Erwerbslosen Forum Deutschland gedacht, dass der Fall nunmehr erledigt sei. Gestern erhielt sie jedoch erneut eine Einladung, indem es wiederum um die Sicherstellung ihrer Kinder geht und erneut soll sie einen ihr unbekannten »Herrn Winter« mitbringen. Allerdings bekam sie diesmal einen Termin für die Vergangenheit. Mit Schreiben vom 19. August wurde sie für den 18. August eingeladen.
Dazu der Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland:
»Langsam finden wir ein derartiges Behördenverhalten nicht mehr witzig. Schon am Montag mussten wir erleben, dass es Mitarbeiter in den ARGEN gibt, die es anscheinend nicht im Geringsten stört, dass eine Mutter ein schlafloses Wochenende erlebt hatte, weil man mit ihr über die Sicherstellung der Kinder reden wollte. Wir waren entsetzt, dass uns gegenüber ein Sachbearbeiter saß, den in keiner Weise irritiert war, dass Frau H. keinen Herrn Winter kannte und er im Beisein der beiden Kleinstkinder sagte, dass Frau H.’s Kind nunmehr über drei Jahre wäre. Eine Entschuldigung hielt er nicht für nötig, ebenso die ARGE-Geschäftsleitung. Obwohl sie durch Medien über den Fall bescheid wusste. Die Bundesagentur für Arbeit hatte sich kürzlich selbst mit der Note Befriedigend über die Arbeit der ARGEN gefeiert. Die Arge Euskirchen müsste demnach die Not mangelhaft erhalten. Wir fordern jetzt unverzüglich, dass die Geschäftsführung der ARGE sich persönlich bei Frau H entschuldigt und ihre Arbeitsorganisation gründlich überprüft. Fehler können schon mal passieren, dies berechtigt aber nicht dazu, dass man die betroffenen Menschen und deren Gefühle dabei ignoriert, um ein paar Tage später noch gröbere Fehler zu machen».
Einladung für die Vergangenheit: Klick
Quelle: Pressemeldung Erwerbslosen Forum Deutschland
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