Verzweifelter Kraft-Akt in NRW – Hannelore! Hannelore! Kraft! Kraft! Kraft! Die spezialdemokratische Spitzenkandidatin im NRW-Wahlkampf hat drei Tage vor dem Urnengang die Nerven verloren. Um auch noch die letzte Hoffnung auf die Möglichkeit einer sozialeren Regierung zu zerstören, hat sie am Mittwochmorgen verkündet, mit ihr gäbe es keine Koalition mit der LINKEn.

Damit schwächt sie mutwillig das linke Lager. Denn diese Aussage wird sowohl bei den Anhängern der LINKEn als auch bei den SPD-Sympathisanten die Zahl der Nichtwähler in spürbarem Maße erhöhen. Warum soll man denn überhaupt zur Wahl gehen, wenn es die Chance, die man sich ausgerechnet hat, gar nicht geben wird?

Sie stärkt aber auch das konservative Lager. Denn jetzt kommt es für die Laschet-CDU darauf an, in der heute von Frau Kraft faktisch angekündigten großen Koalition möglichst viele eigene Leute sitzen zu haben, am besten gleich den Ministerpräsidenten stellen zu können.

Und letztlich kommt diese Kampfansage an ein rot-rot-grünes Bündnis auch der AfD zugute. Es gibt schließlich auch Protestwähler. Protestwähler, die angenommen hatten, über die Links-Schiene die Regierungspolitik verändern zu können. Die fragen sich jetzt, wer wohl in der Opposition stärker für die „kleinen Leute“ trommeln wird und werden sich daher mehrheitlich der AfD zuwenden.

In Zahlen ausgedrückt sehe ich daher eine nochmalige Verschärfung des aus den letzten Umfragen erkennbaren Trends. Die SPD könnte mit der CDU die Rollen tauschen und eher bei 30 als bei 33 Prozent landen. Bekäme Laschet dann aber 33 Prozent und die FDP bliebe bei den prognostizierten 13, dann wäre es nur noch eine Frage des Wähleranteils derjenigen Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde hängen bleiben, ob NRW ab nächster Woche eine schwarz-gelbe Koalition bevorsteht.

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Quelle und vollständiger Artikel: Egon W. Kreutzer

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10. Mai 2017