Hamsterkäufe - wir raten den Verbrauchern dringend, sich einzudecken
Romuald Schaber, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Milchbauern (BDM), zum Boykott:
“Wir raten den Verbrauchern wirklich dringend, sich einzudecken. Milch wird in naher Zukunft knapp werden - Milchprodukte werden knapp werden. Es beteiligen sich immer mehr Bauern an dem Lieferstopp und die Versorgung wird sicherlich nicht mehr gewährleistet sein können.”
Weiter:
“Wir haben in ganz Europa die Situation, dass die Preise, die die Bauern bekommen, überhaupt nicht kostendeckend sind und deshalb solidarisieren sich jetzt zunehmend die Kollegen in den anderen Ländern. (…) Und insofern wird dort keine Milch verfügbar sein, die unsere Molkereien dort beziehen könnten.”
Zu einer Mengenregulierung :
“Die EU-Kommission hat ja erst in den letzten Monaten die Quote noch einmal um zwei Prozent nach oben gesetzt, um ganz gezielt Druck auf die Milchpreise auszuüben. Dieses war ein vollkommen falsches Signal für die Märkte. Wir bekommen jetzt die Quittung. Deshalb sind wir der Meinung, dass die produzierte Menge an dem tatsächlichen Absatzpotenzial, an den Absatzmöglichkeiten ausgerichtet werden muss. (…) Wir sollten möglichst Schwankungen im Markt vermeiden. Schwankungen nützen nur dem Handel, nützen den Spekulanten, nicht aber den Erzeugern und schon gar nicht den Verbrauchern.”
Mit einem Lieferboykott haben Deutschlands Bauern ihrer Wut über zu niedrige Milchpreise Luft gemacht. Nach dem ersten Tag des Streiks streiten beide Seiten über den Effekt der Aktion. Derweil können die deutschen Bauern jedoch auf die Solidarität ihrer europäischen Kollegen zählen. In mehreren Ländern beteiligen sich Landwirte an dem Boykott.
Quelle: N-TV
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