„Der sogenannte Fachkräftemangel in der Pflege ist hausgemacht. Die Arbeitsbedingungen sind geprägt von niedrigen Löhnen, hohem Arbeitsdruck, Teilzeitbeschäftigung und kurzfristiger Verfügbarkeit. Berufsflucht ist die Folge. Das muss dringend geändert werden. Löhne auf Tarifniveau und eine bessere Personalausstattung sind das Gebot der Stunde. Ausländische Fachkräfte abzuwerben, ist der falsche Weg – nicht nur, weil die Gefahr besteht, dass diese zu noch schlechteren Bedingungen beschäftigt werden. Der Pflegeberuf wird so nicht attraktiver“, erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Sabine Zimmermann, zur Absicht der Bundesagentur für Arbeit, erneut auf ausländische Pflegekräfte zu setzen. Zimmermann weiter:

„Die Probleme im Pflegesystem müssen endlich gelöst werden, damit sich die Situation für die Beschäftigten und die zu Pflegenden nachhaltig verbessert. Die Abwerbung von Fachkräften verbessert keinesfalls die miserablen Arbeitsbedingungen des Pflegeberufs. Abwerbung stellt insbesondere Länder wie die Philippinen vor große Probleme, da sie dort auch dringend benötigt werden. Statt auf eine Pflegeausbildungsreform mit qualifizierter Fachausbildung setzt die Bundesregierung auf Pflegekraftimport. Das ist verantwortungslos.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

7. November 2016