Grundschulstudie offenbart die Versäumnisse eines ganzen Jahrzehnts


Mehr Grundschullehrer ausbilden, mehr Ganztagsangebote schaffen.

Das Ergebnis der Grundschulstudie offenbart die Versäumnisse eines ganzen Jahrzehnts konservativer Bildungspolitik: Es wurden zu wenige Lehrkräfte ausgebildet, Grundschulen werden schlechter finanziert als Gymnasien und Ganztagsangebote entsprechen weder in der Zahl noch in der Qualität den Anforderungen, erklärt Rosemarie Hein, Bildungsexpertin der Fraktion DIE LINKE, zu der von der Kultusministerkonferenz veröffentlichten Studie über die Leistungen von Grundschülerinnen und Grundschülern. Hein weiter:

„Grundschulen legen den Grundstein für jede weitere Bildung. Ohne eine vernünftige Grundschulbildung werden sich die Ergebnisse in den weiterführenden Schulen weiter verschlechtern. Die Versäumnisse der letzten Jahre rächen sich jetzt und lassen Schlimmes für die Bildungslandschaft befürchten.

Es reicht nicht, mehr Seiteneinsteiger ohne eine solide pädagogische Ausbildung in die Grundschulen zu lassen oder Referendare, die noch nicht fertig ausgebildet sind, voll im Unterricht einzusetzen. Solche Vorschläge zeigen nur, dass die Arbeit in den Grundschulen nach wie vor nicht ernst genug genommen wird.

Es müssen verstärkt Lehrerinnen und Lehrer für Grundschulen ausgebildet und Ganztagsangebote müssen weiter qualifiziert werden. Auf ganztägige Bildung in der Grundschule muss ein Rechtsanspruch bestehen, wie es DIE LINKE fordert. Dazu sind auch mehr pädagogische Fachkräfte nötig. Der Hochschulpakt muss um eine Säule für Lehramtsstudiengänge aufgestockt werden. Das fordert DIE LINKE seit sieben Jahren. Seiteneinsteiger, wo es sie gibt, müssen sofort berufsbegleitend qualifiziert werden.

Kurz: Wir brauchen eine andere Bildungspolitik, mit guter Ganztagsbildung und mehr solide ausgebildetem Personal.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

13. Oktober 2017

1 Kommentar

  1. ist schon logisch , daß dielinke ganztagsschulen für kleinkinder fordert – ein rechtsanspruch auf schulzeiten von 8 bis 15 uhr oder doch eher vollzeit bis 17 oder gar 20 uhr ?

    . . . damit auch morgen noch mami & papi sorgenfrei ganztags für dumpinglöhne anschaffen geschickt werden können . als die arbeitswelt noch kein stück digitalisiert war und in vielen berufszweigen mehr handarbeit ohne technische hilfsmittel gefragt war , brauchte nur ein elternteil vollzeit arbeiten um das leben der ganzen familie zu sichern – selbst in heutzutage präkeren berufen wie müllbeseitigung . sechs schulstunden ( und ab der 7. klasse gelegentlich auch mal 8 schulstunden ) pro tag reichten für ein besseres bildungsniveau als heute vollkommen aus . es scheint offensichtlich eine typische “ linke position “ zu sein , den modernen raubtierkapitalismus bis in die kinderzimmer zu fordern und zu fördern .

    mir -als seiteneinsteiger ohne jegliche pädagogische bildung- hatten sich sonderschüler ( in ganztagsbetreuung ) anvertraut und machten sich über einige der hauptberuflich tätigen lehrerinnen ( zurecht ) lustig , wenn sie nicht gerade davon träumten mit ihren freunden aus “ normalen schulen “ spielen zu dürfen . ein schüler , welcher ziemlich intelligent sprach und war , schilderte mir , wie er jahrelang von lehrerinnen schikaniert und gemobbt wurde , bevor er “ freiwillig “ auf die sonderschule wechselte . er umschrieb quasi den gelebten radikalen feminismus und bevorzugung von mädchen in lehreinrichtungen .

    mein deutsch ist noch nie wirklich gut gewesen , doch selbst am ende “ Kurz “ noch entweder mit einem grammatikfehler ( ein komma zuviel ) oder in falschem deutsch ( “ wir brauchen . . . mit guter ganztagsbildung . . . “ ) dinge wie alle anderen erzkapitalistischen parteien zu fordern toppt den gesamten inhalt des textes und bringt pseudolinke politik auf den punkt .

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