Girokonto für jedermann: Zypries enttäuscht kontolose Verbraucher
Zu den Überlegungen von Justizministerin Zypries erklärt Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:
Mit ihren Plänen zur Einführung eines so genannten Pfändugsschutz-Kontos lässt Bundesjustizministerin Zypries Verbraucherinnen und Verbraucher, denen ein eigenes Girokonto verweigert wird, im Regen stehen. Statt endlich einen gesetzlichen Anspruch auf ein Girokonto für jedermann zu schaffen, hält Zypries an der unzureichenden Selbstverpflichtung der Banken fest.
Das ist eine schwere Enttäuschung für die knapp Hunderttausend Menschen, denen nach Schätzungen der Verbraucherzentralen ein eigenes Konto und damit die volle Teilnahme am wirtschaftlichen Leben verwehrt wird.
Zu Beginn ihrer Amtszeit hat Ministerin Zypries durch die Ankündigung der Einführung eines Girokontos für jedermann Hoffnungen bei Kontolosen geweckt. (BILD-Zeitung vom 24.01.2006). Mit ihrem heutigen Rückzieher in Sachen Verbraucherschutz hat Ministerin Zypries diese Hoffnungen jetzt vorerst begraben.
Quelle:Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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