Gießkannenprinzip ist sozial ungerecht
Zu den Plänen der Regierung, das Kindergeld um 10 Euro zu erhöhen, erklärt Ekin Deligöz, kinder- und familienpolitische Sprecherin:
Grundsätzlich begrüßen wir die Kindergelderhöhung. Allerdings nimmt die Regierung mit diesem Gießkannenprinzip billigend in Kauf, dass gut verdienende Eltern weiterhin mehr bekommen und arme Kinder faktisch noch weniger haben als zuvor. Zumindest eine Anpassung der Kinderregelsätze im Alg II ist dringend geboten, damit die entwicklungsbedingten Bedarfe der Kinder auch tatsächlich abgedeckt sind.
Jenseits dessen muss das derzeitige Ehe- und Familienförderungssystem in Gänze reformiert werden und letztlich mehr Gerechtigkeit für Familien bringen. Wir brauchen eine sozial gerechte Förderung von Familien, die das Kind wirklich in den Mittelpunkt stellt.
Jedes Kind verdient individuelle Förderung und Unterstützung, unabhängig von seiner sozialen und ethnischen Herkunft und unabhängig von der Familienform, in der es aufwächst. Familien brauchen neben einer sozial gerechten Förderung eine funktionierende Infrastruktur, qualitativ hochwertige Bildung und Betreuung für Kinder und niedrigschwellige Unterstützungsangebote.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein am: 18. September 2008 um 7:40 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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