GEW: TTIP und CETA stoppen – für einen gerechten Welthandel!

Bildungsgewerkschaft unterstützt Großdemonstration gegen Freihandelsabkommen

Berlin/Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, die Freihandels- und Investitionsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) sofort zu stoppen. „Die Abkommen bedrohen die staatliche Daseinsvorsorge und das öffentliche Bildungswesens in Deutschland und Europa, aber auch in den USA und Kanada“, betonte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe mit Blick auf die Großdemonstration am Samstag in Berlin. Die Bildungsgewerkschaft gehört zu dem Bündnis der Unterstützerorganisationen, die zu der Demonstration aufgerufen haben.

Tepe warnte davor, dass der Privatisierungsdruck auf das Bildungswesen in Deutschland durch die Abkommen erheblich steigen könne. Öffentliche Bildungsverantwortung und -finanzierung würden untergraben. „Konkurrenz, Wettbewerb und Exklusion sollen das Leitbild ‚guter Bildung für alle Menschen‘ ablösen. Wir halten dagegen: Bildung ist ein Menschenrecht – und Menschenrechte dürfen nicht auf dem Altar der freien Märkte geopfert werden“, unterstrich die GEW-Vorsitzende. Arbeitnehmerrechte und Sozialstandards sollten gestärkt, die politische Handlungsfreiheit demokratisch legitimierter Parlamente nicht beschnitten werden. „Wir machen uns für einen gerechten Welthandel stark, der hohe ökologische und soziale Standards sichert und eine nachhaltige Entwicklung in allen Ländern fördert“, sagte Tepe.

Info: Alle Informationen zur Demo finden Sie hier: http://ttip-demo.de/home/.

Quelle: GEW-Hauptvorstand