Gesundheitszentrum für Obdachlose
Wie immer, scheint Berlin richtungweisend in solidarischer Nächstenliebe zu sein. Jetzt ist es endlich soweit: Die gemeinnützige Jenny De la Torre-Stiftung, eröffnet das „Gesundheitszentrum für Obdachlose“ in der Pflugstraße 12 in Berlin-Mitte. Nach eineinhalbjähriger Bauphase, wurde das 100 Jahre alte Backsteingebäude mit umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten nur mit Spendengeldern in ein Gesundheitszentrum umgebaut.
Neun Jahre lang arbeitet die Ärztin Jenny de la Torre in einer Obdachlosenpraxis am Berliner Ostbahnhof. Als ihre Stelle Ende 2003 halbiert werden soll, kündigt sie aus Protest.
Für ihr Engagement ist Jenny de la Torre unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Sie wird auch “Mutter Teresa vom Ostbahnhof” oder “Engel der Obdachlosen” genannt. Titel, die ihr gar nicht gefallen, denn “damit entmutigt man andere. Man muss kein Engel sein, um etwas zu tun, jeder kann das.”
Ab dem 7. September wird in diesem Haus eine kostenfreie medizinische, soziale, psychologische, rechtliche und langfristig auch zahnärztliche Behandlung und Beratung für obdachlose Menschen angeboten. Die Obdachlosen werden sogar mittags eine warme Mahlzeit erhalten. Im Zentrum befindet sich auch eine Kleiderkammer.
Die Jenny De la Torre-Stiftung wurde 2002 mit dem Ziel der Realisierung eines Gesundheitszentrums für Obdachlose gegründet. Die Stiftung erhält keine finanziellen Mittel aus öffentlichen Kassen und ist weiterhin auf Spenden angewiesen. Derzeit gibt es zirka 10.000 obdachlose Menschen in Berlin. Schön wäre es wenn solches Engagement bundesweit Schule machen würde und dieses kein Einzelfall bleiben wird.
Wer die Jenny De la Torre-Stiftung unterstützen will , findet auf der Homepage Jenny De la Torre-Stiftung entsprechende Spendeninformationen.
Startseite - Veroeffentlicht von: Einstein am: 6. September 2006 um 20:52 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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