Gegen Missbrauch von Leiharbeit

Berlin: (hib/CHE) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen verhindern und hat deshalb einen entsprechenden Antrag (18/7370) vorgelegt. Darin stellt sie zwar fest, dass die Wirtschaft und ihre Unternehmen Flexibilität brauchen und insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen Flexibilitätsvorteile „unverzichtbar“ seien. Aber wenn die Instrumente Leiharbeit und Werkverträge ausschließlich zur Senkung der Lohnnebenkosten genutzt werden, „dann ist das ein klarer Missbrauch“, schreiben die Grünen.

Sie verlangen von der Bundesregierung, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Leiharbeit reformieren, den Missbrauch von Werkverträgen unterbinden, die Schein-Selbständigkeit verhindern und die Position der Beschäftigten stärken soll.

Unter anderem soll im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ab dem ersten Tag festgeschrieben werden. Auf eine Höchstüberlassungsdauer soll dann verzichtet werden, da sie nach Ansicht der Grünen nicht mehr nötig sei. Um Missbrauch bei Werkverträgen zu verhindern, sollen die Prüfkriterien verändert werden. Außerdem sollen Betriebsräte mehr Mitbestimmungsrechte beim Einsatz von Leiharbeit und Werkverträgen bekommen.

Quelle: Deutscher Bundestag

Anmerkung Sozialticker … :):):) – die Grünen mal wieder mit ihrem „Hartz IV Baby“ auf Stimmenfang. Hey Grüne, schon vergessen, dass ihr die Mitverursacher dieser „Schweinerei“ seid???

2 Gedanken zu „Gegen Missbrauch von Leiharbeit“

  1. Ja, es geht wieder auf Wahlen zu wo man nur um die Kreuze des Stimmviehs buhlt….. es ist einfach nur widerlich.

  2. was nützt eine änderung der prüfkriterien , wenn die überprüfung von werkverträgen mittels der clearingstelle ( für bundesweite statusfeststellung in berlin ) drei oder mehr monate dauert ? könnten doch bei auftragsspitzen zeitarbeiter einsetzen . . .

    die einführung von werkverträgen und zeitarbeit an sich ist schon der mißbrauch . jede zeitarbeitsfirma vermietet ihre arbeitnehmer für 25 euro aufwärts ( auch ungelernte , schulabbrecher etc . ) . parallel heißt verhandlungsbasis bei zeitarbeitsfirmen in deutschland meist 8.80 euro brutto tariflicher mindestlohn . weshalb keine abschöpfungsgrenzen ( z.b. 50/50 ) in gesetz gegossen werden , können die grünen sicher nicht beantworten .

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